Kliniken zur Belegung: «Plateau auf hohem Niveau»

Kliniken zur Belegung: «Plateau auf hohem Niveau»

Kurz vor den Feiertagen hat die Belegung der Brandenburger Kliniken mit Covid-Patienten aus Sicht der Landeskrankenhausgesellschaft einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. «Wir befinden uns auf einem Plateau auf hohem Niveau», sagte Geschäftsführer Michael Jacob der Deutschen Presse-Agentur. Seit einigen Tagen liege die Zahl der stationär behandelten Covid-Patienten im Land bei knapp 900 und die Zahl der beatmeten Patienten auf den Intensivstationen um 150. «Da ist keine Steigerung mehr, eher eine Seitwärtsbewegung.»

Intensivstation

© dpa

Eine Pflegekraft steht auf einer Station in einem Zimmer.

Dies bestätigte auch das Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum: «Aktuell befinden wir uns, was die Belegung unseres Hauses mit Corona-positiven Patienten anbelangt, auf einer „Seitwärtsbewegung“ auf leider sehr hohem Niveau.» Aktuell würden 66 Covid-positive Patienten behandelt - davon 13 auf der Intensivstation. Nach Angaben der Stadtverwaltung vom Mittwoch sind zehn der Intensivpatienten nicht geimpft. Verlegungen seien aktuell nicht notwendig, so das Klinikum.
«Über Weihnachten erwarten wir eine stabile Situation und keine weitere Erhöhung der Covid-Patienten im Haus», meldete auch das Klinikum Frankfurt (Oder), wo derzeit 45 Covid-Patienten stationär behandelt werden, davon sieben auf der Intensivstation. «Als Leitkrankenhaus in der Versorgungsregion Brandenburg-Ost sind wir aktuell in der Lage, im Notfall Patienten aus anderen Häusern in Brandenburg zu übernehmen.»
Im Potsdamer Ernst-von Bergmann-Klinikum ist die Lage nach Einschätzung der Geschäftsführung mit aktuell 26 Covid-Patienten auf der Normalstation und elf Intensivpatienten ebenso noch beherrschbar. Doch ebenso wie die Cottbuser und die Frankfurter Klinik richtet sich auch das Bergmann-Klinikum wegen der Omikron-Variante des Coronavirus auf steigende Fallzahlen ein. «Doch verlässlich kann niemand vorhersagen, wie schnell sich Omikron verbreitet und wie viele Menschen stationäre behandelt werden müssen», meinte Bergmann-Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt.
Dank einer guten Zusammenarbeit der Kliniken in den Versorgungsregionen sei die Lage in den Brandenburger Kliniken derzeit mit hohem Aufwand beherrschbar, fasste Jacob die Situation zusammen. Sorge bereite ihm jedoch der große Ausfall beim Personal, der von vielen Kliniken gemeldet werde. Zum einen sei der Krankenstand im Herbst wegen der saisonalen Erkrankungen meist höher, erläuterte Jacob. Zum anderen müssten Pflegerinnen und Pfleger häufiger zu Hause bleiben, weil ihre Kinder wegen Infektionsfällen in der Schule in Quarantäne seien. «Dann muss dieselbe Zahl von Patienten mit weniger Personal versorgt werden», so Jacob.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 23. Dezember 2021 05:11 Uhr

Aktuelle Meldungen aus Berlin