Weniger verurteilte Jugendliche im Jahr 2020

Weniger verurteilte Jugendliche im Jahr 2020

Gerichte in Berlin und Brandenburg haben im Jahr 2020 weniger Jugendliche wegen Straftaten verurteilt als im Jahr 2019. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Freitag mitteilte, waren es in Berlin 1074 und in Brandenburg 747 Menschen. Laut dem Amt für Statistik entspricht dies in der gesamten Hauptstadtregion im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang um 25,1 Prozent.

Am häufigsten wurden Urteile wegen Diebstahl und Unterschlagung verhängt. In Berlin betrug ihr Anteil 23,2 und in Brandenburg 21,8 Prozent. In Berlin folgten darauf die Delikte Raub und Erpressung mit 15,0 Prozent und gefährliche Körperverletzung mit 12,0 Prozent. In Brandenburg fielen 15,3 Prozent der Fälle in den Bereich der Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und 13,4 Prozent bezogen sich auf gefährliche Körperverletzung.
In Berlin wurde insgesamt 209 Mal eine Jugendstrafe als schwerste Strafe ausgesprochen, in Brandenburg 116 Mal. 116 Verurteilte in Berlin und 29 Verurteilte in Brandenburg traten die Haft sofort an. 865 der verurteilten Jugendlichen in Berlin und 637 in Brandenburg wurden mit sogenannten Zuchtmitteln, also Verwarnungen, Auflagen und Jugendarrest oder Erziehungsmaßregeln bestraft. Das Jugendstrafrecht betrifft Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren sowie Heranwachsende im Alter zwischen dem 19. und dem vollendeten 21. Lebensjahr.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 10. Dezember 2021 11:33 Uhr

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