Neuinfektionen bei Kindern steigen drastisch: Neue Regeln

Neuinfektionen bei Kindern steigen drastisch: Neue Regeln

Die Zahl neuer Corona-Infektionen hat sich innerhalb einer Woche bei Schülerinnen und Schülern unter 15 Jahren in Brandenburg fast verdoppelt. Mit einer Marke von über 1000 liegt der Wert weit höher als in allen anderen Altersgruppen. Die Sieben-Tage-Inzidenz, der Wert neuer Corona-Fälle je 100.000 Einwohner in sieben Tagen, stieg bei den 10- bis 14-Jährigen von 744 auf 1318 in der vergangenen Woche, wie das Gesundheitsministerium am Montag per Twitter mitteilte. Bei den Fünf- bis Neunjährigen nahm er im gleichen Zeitraum von 663 auf 1133 zu. Am niedrigsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei den 70- bis 74-Jährigen mit 104.

Corona-Tests

© dpa

Proben für Corona-Tests werden im Diagnosticum-Labor in Plauen für die weitere Untersuchung vorbereitet.

Zum besseren Schutz von Schülerinnen und Schülern trat am Montag die Maskenpflicht wieder in Grundschulen in Kraft. Sie gilt ab der ersten Klasse. Damit ist der Mund-Nasen-Schutz wieder in allen Schulen Pflicht. Pro Woche sind nun drei statt zwei Corona-Tests Pflicht. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Brandenburg bekräftigte die Forderung nach einem täglichen Test. GEW-Landeschef Günther Fuchs forderte auch eine Auffrischungsimpfung für alle Beschäftigten in Kitas und Schulen.
Zugleich gibt es seit Montag schärfere Beschränkungen für Ungeimpfte: Die 2G-Regel mit Zutritt für Geimpfte und Genesene gilt in Gaststätten (außer Mensen, Kantinen und nur Außer-Haus-Verkauf), Hotels (außer Ferienwohnungen), Theatern, Konzert- und Opernhäusern, Kinos, Freizeitbädern, Diskotheken und Stadtrundfahrten. Kinder bis zwölf Jahren sind ausgenommen, Jugendliche unter 18 können mit Negativtest rein. Beim Friseur gilt 3G mit Test. In Pflegeheime und Krankenhäuser dürfen nur noch bis zu zwei Besucher pro Tag kommen. Das Asklepios Klinikum Uckermark verhängte ein generelles Besuchsverbot.
Die Zahl neu gemeldeter Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche stieg nach Angaben des Robert Koch-Instituts auf 376,1. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 241,4. Der Landkreis Elbe-Elster steuert mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 914 allmählich auf die 1000er Marke zu. Die Gesundheitsämter meldeten innerhalb eines Tages 808 nachgewiesene Neuinfektionen.
Zwei von drei Werten der Brandenburger Warnampel sind zwar noch auf Grün, steigen aber: Die Zahl neuer Krankenhauspatienten mit Covid-19 je 100.000 Einwohner in einer Woche lag bei 3,6, der Warnwert wird bei 7,0 überschritten. Der Anteil der Intensivbetten in Krankenhäusern mit Covid-19-Patienten erreichte 6,7 Prozent, die Warnstufe gilt bei über 10,0 Prozent. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist bereits im roten Bereich.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 15. November 2021 17:12 Uhr

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