Corona-Inzidenz steigt weiter in Brandenburg

Corona-Inzidenz steigt weiter in Brandenburg

In Brandenburg steigt die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus weiter. In den vergangenen sieben Tagen infizierten sich rechnerisch 121,8 von 100.000 Menschen, wie aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag hervorgeht. Am Vortag hatte der Wert bei 116,4 gelegen, vor einer Woche laut RKI bei 89,4.

Corona-Schnelltest

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Eine Lösung wird auf eine Testkassette eines Corona-Schnelltests aufgeträufelt.

Innerhalb von 24 Stunden habe sich die Zahl der bestätigten Fälle um 414 erhöht, teilte das Gesundheitsministerium in Potsdam am Sonntag mit Verweis auf Angaben des RKI mit. Der bislang höchste Stand in diesem Jahr wurde am 9. April mit 911 Neuinfektionen binnen 24 Stunden erfasst. Die Zahl der aktuell registrierten Infizierten und Erkrankten liegt bei geschätzt rund 5700, am vorherigen Sonntag waren es laut Gesundheitsministerium rund 4200.
Nach den Angaben werden aktuell 164 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, 38 von ihnen befinden sich auf Intensivstationen - und 32 dieser Patienten müssen beatmet werden.
In einem Seniorenheim in Schorfheide am Werbellinsee hat ein Corona-Ausbruch drastische Folgen: Nach einem RBB-Bericht sollen bereits acht Bewohner der Einrichtung gestorben sein. Insgesamt seien 42 Bewohner und 15 Mitarbeiter der Einrichtung an Covid-19 erkrankt, bestätigte das Gesundheitsamt des Landkreises Barnim dem Rundfunk Berlin-Brandenburg am Freitag.
Der Träger der Einrichtung machte dazu keine Angaben und verwies auf das Gesundheitsamt. «Wir sind mit diesem immer in engem Austausch. Dem Gesundheitsamt liegen die jeweils aktuellen Testergebnisse und Informationen vor», hieß es. Die Versorgung und Betreuung der Bewohner sei sichergestellt. Vom Landkreis lag zunächst keine Stellungnahme vor.
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Der Fall löste erneut eine Diskussion um eine Impflicht für Beschäftigte in Pflegeheimen aus. Nach Angaben der Amtsärztin des Landkreises, Heike Zander, liegt die Impfquote der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Einrichtung bei lediglich etwa 50 Prozent. «Es ist eine sehr ungünstige Situation in diesem Heim, weil zwar die Bewohner recht gut geimpft sind, aber die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben eine relativ geringe Impfquote», sagte Zander dem Radiosender Antenne Brandenburg. Das sei ein Risiko.
Zander zeigte sich «unglücklich» darüber, dass Impfungen in Pflegeeinrichtungen weiterhin freiwillig seien. Der Träger des Heimes verwies auf eine fehlende Impfpflicht. Mitarbeiter und Bewohner würden regelmäßig informiert und unterstützt bei Impfterminen, teilte eine Sprecherin des Heimträgers Alloheim am Samstag mit. «Am Ende ist und bleibt die Impfung aber immer eine freiwillige Individual-Entscheidung, da es keine verbindliche Vorgabe des Gesetzgebers in Bezug auf eine wie auch immer geartete Impfverpflichtung gibt.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 31. Oktober 2021 16:56 Uhr

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