Tag des offenen Denkmals: Hunderttausende engagieren sich

Tag des offenen Denkmals: Hunderttausende engagieren sich

Mehr als 800.000 Menschen in Brandenburg engagieren sich freiwillig für den Denkmalschutz - Kulturministerin Manja Schüle (SPD) hat am Sonntag ihr Engagement gewürdigt. «Ich bin überzeugt: Der Denkmalschutz ist eine der größten Bürgerbewegungen in Brandenburg», erklärte sie nach Ministeriumsangaben anlässlich des bundesweiten Tages des offenen Denkmals. Bei einem Besuch unter anderem der Vulkanfiberfabrik Werder und der Alten Ziegelei Glindow (beide Landkreis Potsdam-Mittelmark) zeigte sie sich beeindruckt von der Industriekultur im Land. Die Mark sei auch früher schon ein Industriezentrum gewesen, wie zahlreiche alte Fabriken, Schiffshebewerke, Ziegelbrennereien und Brauereien belegten. «Eins ist klar: Ohne ehrenamtliches Engagement wären die meisten dieser Kleinode nicht zu erhalten», so die Ministerin.

Tag des offenen Denkmals in der Stasi-Zentrale

© dpa

Beim Tag des offenen Denkmals in der ehemaligen Stasi-Zentrale werden Führungen angeboten.

Der Tag des offenen Denkmals findet seit 1993 bundesweit jährlich am zweiten Sonntag im September statt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert ihn. Im Land Brandenburg öffneten zum diesjährigen Tag mehr als 230 Gebäude, Gärten und Parks ihre Türen, Tore und Pforten. Allein in Potsdam sollten nach Angaben der Stadt 30 Denkmäler zugänglich sein - darunter private Villen, Land- und Stadthäuser, Kirchen sowie Museen.
Etwa das Awo-Kulturhaus Babelsberg. Die Turmuhr dort muss heute noch wöchentlich aufgezogen werden, um den Babelsbergern die richtige Zeit anzuzeigen - das Relikt ist inzwischen mehr als ein Jahrhundert alt.
Die Besucher können Restauratoren, Architekten, Hausbesitzer und Vereine in der Landeshauptstadt direkt befragen. So soll ein generelles Verständnis dafür geschaffen werden, warum denkmalgeschützte Gebäude aus ihrem kulturellen und historischen Erbe heraus besonders erhaltenswert sind.
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Steht ein Objekt unter Denkmalschutz, müssen Änderungen daran bei der Denkmalbehörde beantragt und genehmigt werden. Maßgeblich für den Schutz ist nicht etwa ein hohes Alter des Bauwerks. Vielmehr muss es bestimmte Kriterien erfüllen. Vor allem muss es eine historische Bedeutung haben. In jedem Fall entscheidet die Denkmalschutzbehörde. Der Status wird dann im Grundbuch eingetragen.
Das Kulturministerium unterstützt in diesem Jahr die Sicherung und Sanierung von bedrohten Gebäuden mit 1,87 Millionen Euro aus der Denkmalhilfe.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 12. September 2021 15:18 Uhr

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