Bahn rechnet mit weitgehendem Normalbetrieb am Freitag

Bahn rechnet mit weitgehendem Normalbetrieb am Freitag

Nach dem Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) dürfte der Bahnverkehr am Freitag in Berlin und Brandenburg nach und nach wieder in Gang kommen. «Wir werden alles daran setzen, so schnell wie möglich wieder in unseren regulären Betrieb zu kommen», sagte ein Bahnsprecher am Donnerstag. Er könne zwar nicht ausschließen, dass es Freitagfrüh noch an der einen oder anderen Stelle ruckeln könnte, aber er gehe von einem weitgehend normalen Bahnverkehr aus. Der seit Mittwoch begonnene Streik ist bis Freitag, 2 Uhr, angesetzt. Reisenden werde deshalb empfohlen, in der Früh noch einmal einen Blick in die Auskunftsmedien der Bahn zu werfen.

Lokführer-Streik im Personenverkehr - Berlin

© dpa

Menschen wartet auf einen Flixbus am Zentralen Omnibusbahnhof am Westkreuz.

Wie am Mittwoch kam es auch am Donnerstag in Berlin und Brandenburg zu Verspätungen und Zugausfällen. Viele S-Bahn-Linien verkehrten im 20-Minuten-Takt, einige wie die S26, die Ringbahnen S41 und S42, die S45, S47 und S75 fuhren nicht.
Auch der Regionalverkehr zwischen Berlin und Brandenburg war am Donnerstag stark eingeschränkt. So wurde auf den Linien FEX, RB10/14, RB13, RB20, RB21, RB22, RB23, RB31, RB49, RB55 und RE/RB66 kein Ersatzverkehr angeboten.
Die GDL fordert Lohnerhöhungen wie im öffentlichen Dienst von rund 3,2 Prozent sowie eine Corona-Prämie von 600 Euro in diesem Jahr. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll 28 Monate betragen. Auch um Betriebsrenten wird gerungen. Wegen Milliardenverlusten in der Pandemie will die Bahn die Erhöhung auf spätere Stufenzeitpunkte verteilen, bei einer Vertragslaufzeit von 40 Monaten. Hinzu kämen Leistungen zur Altersvorsorge und der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 12. August 2021 16:58 Uhr

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