Afrikanische Schweinepest: Linke fordert Krisengipfel

Afrikanische Schweinepest: Linke fordert Krisengipfel

Die Linke-Fraktion im Brandenburger Landtag hat Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) aufgefordert, nach dem Übergreifen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) auf Hausschwein-Bestände einen Krisengipfel einzuberufen. «Woidke muss Führungsstärke beweisen und alle Beteiligten an einen Tisch bringen», forderte deren argarpolitischer Sprecher Thomas Domres am Dienstag. Dazu gehörten unter anderem die Landwirtschaftsverbände, der Landesbauernverband und der Landesjagdverband. «Denn die Kommunikation zwischen den Beteiligten läuft bislang nicht gut», meinte Domres.

Zudem müsse das Gesundheits- und Verbraucherschutzministerium von den anderen Ressorts personell deutlich unterstützt werden, forderte der Landtagsabgeordnete. «Die Corona-Krise, die Geflügelpest und ASP kann man nicht mit demselben Personal gleichzeitig bewältigen», sagte Domres. Auch an dieser Stelle sei die Führungskraft von Woidke gefragt.
Die ersten Fälle bei Hausschweinen waren am Freitag zunächst von einem Bio-Betrieb mit 200 Hausschweinen in Neiße-Malxetal südöstlich von Cottbus gemeldet worden sowie von einem Kleinsthalter in Letschin nördlich von Frankfurt (Oder) an der Grenze zu Polen. Am Wochenende wurde ein weiterer Fall aus der Gegend gemeldet. Da betraf es vier Schweine bei einem Kleinsthalter.
Die Virusinfektion ASP ist für Wild- und Hausschweine meist tödlich, aber für Menschen ungefährlich. Im September 2020 wurde der erste Fall bei einem Wildschwein in Deutschland bestätigt - in Brandenburg. Später war auch Sachsen betroffen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 20. Juli 2021 13:54 Uhr

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