Spreelagune Lübben als Badegewässer mangelhaft

Spreelagune Lübben als Badegewässer mangelhaft

Die Spreelagune Lübben (Spreewald) hat von der Europäische Umweltagentur EEA in Kopenhagen als Badegewässer ein mangelhaftes Zeugnis erhalten.

Spreelagune Lübben

© dpa

Für den Badebetrieb gesperrt ist die «Spreelagune Lübben».

Sie gehört damit zu den elf der 2304 Badestellen in Deutschland, die nach einem von der Behörde am Dienstag vorgelegten Bericht Mängel attestiert bekamen, weil dort zu viele bedenkliche Bakterien im Wasser entdeckt worden waren. Bei einer Einstufung als mangelhaft rät die EEA zu Badeverboten, Warnhinweisen oder anderen Maßnahmen.
Die Spree-Lagune in Lübben wurde wie im vergangenen Jahr mit einem Badeverbot belegt, hieß es aus dem Verbraucherschutzministerium in Brandenburg vor etwa zwei Wochen. Dies hängt den Angaben zufolge mit den extrem hohen mikrobiologischen Belastungen aus dem Jahr 2019 zusammen, aber auch mit einem trockenen Sommer und der geringen Fließgeschwindigkeit der Spree.
Allgemein bieten die Badegewässer in Deutschland dem Bericht der EEA zufolge weiterhin überwiegend hervorragende Wasserbedingungen. Demnach weisen 89,9 Prozent aller im Jahr 2020 analysierten deutschen Seen, Flüsse und Küstengewässer eine ausgezeichnete Wasserqualität auf. Mehr als 96 Prozent erfüllten die in der EU gültigen Mindeststandards.
Neben der Spreelagune Lübben werden wie schon im Vorjahr eine Stelle an der Elbe bei Brokdorf in Schleswig-Holstein, der Nordseestrand Wremen und der Weserstrand Sandstedt in Niedersachsen und der Klostersee Triefenstein in Bayern bemängelt. Ebenfalls als mangelhaft galten diesmal zudem die Schlei bei Winningmay in Schleswig-Holstein, die Ostsee im Erholungsort Barth an der Glöwitzer Bucht und der Neuendorfer Badestrand am Greifswalder Bodden (beide Mecklenburg-Vorpommern), das Strandbad Obhausen in Sachsen-Anhalt sowie der See Freigericht-Ost in Kahl am Main und der Garchinger See (beide Bayern).
Die in Kopenhagen ansässige EEA hat für den jährlich erscheinenden Bericht Daten aus der Badesaison 2020 zu 22 276 Gewässern analysiert, die sich in den EU-Mitgliedstaaten einschließlich Großbritannien sowie in Albanien und der Schweiz befinden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 1. Juni 2021 12:34 Uhr

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