Bürgerinitiative zu Ermittlungen: «Haben das befürchtet»

Bürgerinitiative zu Ermittlungen: «Haben das befürchtet»

Die Bürgerinitiative Grünheide, die den Bau der Tesla-Fabrik kritisch begleitet, hat sich gegen gewalttätige Aktionen an der Baustelle des US-Elektroautobauers gewandt - solche aber für möglich gehalten. «Wir haben das befürchtet, weil sich viele Menschen nicht mitgenommen fühlen im demokratischen Prozess der Ansiedlung von Tesla», sagte Steffen Schorcht von der Bürgerinitiative am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Ein Polizeiauto steht in Sichtweite der Tesla-Baustelle

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Ein Polizeiauto steht in Sichtweite der Tesla-Baustelle.

Hintergrund sind Ermittlungen des Staatsschutzes nach einem Kabelbrand in der Nähe des künftigen Tesla-Werks bei Berlin und dem Auftauchen eines Bekennerschreibens, das noch überprüft wird. Die Initiative habe sich immer gegen Gewalt ausgesprochen und die Bürger aufgefordert, die demokratischen Mitbestimmungsmöglichkeiten zu nutzen, sagte Schorcht. Die Bürgerinitiative und Naturschutzverbände befürchten mit der Fabrik negative Konsequenzen für die Umwelt. Sie halten den Wasserverbrauch für zu hoch und sehen geschützte Tiere in Gefahr.
Ursprünglich wollte der Autobauer im Juli mit der Produktion beginnen, es droht jedoch ein späterer Start: Der Antrag zur Genehmigung des Vorhabens muss laut Landesumweltamt erneut öffentlich ausgelegt werden, weil Tesla eine Batteriefabrik in den bisherigen Antrag einbeziehen will. In einer ersten Produktionsphase sind 12 000 Beschäftigte und bis zu 500 000 Fahrzeuge pro Jahr geplant.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 26. Mai 2021 15:55 Uhr

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