Erste Störche in Rühstädt geschlüpft

Erste Störche in Rühstädt geschlüpft

Im Storchendorf Rühstädt (Prignitz) zeigen sich die ersten Jungstörche dieses Jahres. Doch für die jungen Tiere sei es eindeutig zu kalt, sagte Ellen Beuster vom Storchendorf am Dienstag. Denn zunächst sei deren Federkleid noch sehr dünn und sie liefen Gefahr, bei dem nasskalten Wetter umzukommen. Nahrung sei in diesem Jahr jedoch ausreichend vorhanden. Ihren Angaben zufolge haben in Rühstädt wie schon in den vergangenen Jahren etwa 30 Paare gebrütet. Wie viele Jungen geschlüpft seien, lasse sich jedoch erst in etwa vier Wochen sagen, wenn die Tiere beringt würden, sagte sie.

Ein Storch in seinem Nest

© dpa

Ein Storch steht in seinem Nest.

Laut dem Storchenexperten Bernd Ludwig vom Nabu Brandenburg ist die Gefahr durch die Kälte zumindest im Augenblick noch nicht so groß. «Die jungen Störche werden durch die Elterntiere noch gewärmt», sagte er. Ein Kälteeinbruch Mitte Juni jedoch könne tatsächlich schwerwiegende Folgen haben. Ob es ein gutes Storchenjahr werde, lässt sich laut Ludwig noch nicht sagen. Denn viele der Tiere, die über den Bosporus nach Brandenburg gekommen seien, habe widriges Wetter in Osteuropa aufgehalten. Sie seien deswegen verspätet eingetroffen und hätten in diesem Jahr womöglich gar nicht gebrütet.
Wie viel Nachwuchs kommen wird, ist für die Vogelart jedoch entscheidend. Zwei Junge pro Paar brauche es, um die Population zu erhalten, sagte Ludwig. Im vergangenen Jahr waren es 1206 Paare in Brandenburg mit 2176 Jungtieren, die flügge wurden - und damit 1,8 im Schnitt. «Zu wenig», sagte Ludwig.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 25. Mai 2021 18:56 Uhr

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