Fischer Schröder für Brassen-Rezept geehrt

Fischer Schröder für Brassen-Rezept geehrt

Die Fischerei Schröder in Strohdehne (Landkreis Havelland) hat mit einem Rezept zur Verarbeitung der wegen der vielen Gräten ungeliebten Brassen einen Förderpreis des Bundes-Agrarministeriums gewonnen. Schröder habe sich mit dem Rezept «Saure Bratbrasse statt Beifang für die Tonne» beteiligt, teilte der Verband pro agro am Freitag mit.

Im Wettbewerb «Zu gut für die Tonne» geht es um Ideen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. «Jeder Fisch kann zu einem schmackhaften Produkt verwandelt werden», sagte Wolfgang Schröder. Die Brasse sei ein wenig bekannter und von vielen unterschätzter regionaler Fisch, der oft als Beifang entsorgt werde. Er habe den Fisch filettiert, gebraten und in einem sauren Sud mit Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Piment und Lorbeerblättern eingelegt.
Der Preis für die Fischerei Schröder mache hoffentlich weiteren Akteuren Mut, Ideen abseits des Gängigen anzugehen und erfolgreich umzusetzen, sagte Kai Rückewold, Geschäftsführer des Verbands pro agro. Jedes Jahr landen in Deutschland nach den Angaben etwa zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Das Bundesagrarministerium will die Lebensmittelverschwendung auf Handels- und Verbraucherebene bis 2030 zu halbieren.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 21. Mai 2021 16:37 Uhr

Weitere Meldungen aus Brandenburg