EWE: Testkaverne zur Wasserstoffspeicherung in Rüdersdorf

EWE: Testkaverne zur Wasserstoffspeicherung in Rüdersdorf

Der Energieversorger EWE ist mit seinem Projekt einer Testkaverne in Rüdersdorf zur Speicherung von Wasserstoff nach eigenen Angaben im Plan. Dort sollen EWE zufolge einmal sechs Tonnen Wasserstoff gespeichert werden - ausreichend, um die Tanks von 1000 Autos zu füllen. Die Investition umfasst etwa 10 Millionen Euro.

Energieversorger EWE

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Die Hauptverwaltung des Energieversorgers EWE in Oldenburg.

Der niedersächsische Energieversorger baut dazu einen unterirdischen Kavernenspeicher ins Salzgestein. Dort soll nach Unternehmensangaben reiner Wasserstoff unter der Erde einlagert werden. EWE will erforschen, wie sich der klimafreundliche Energieträger in das regionale Energiesystem integrieren lässt. Es gibt verschiedene Verfahren zur Gewinnung von Wasserstoff.
Getestet werden die sichere Speicherung von Wasserstoff, die Verträglichkeit von Materialien und der Reinheitsgrad nach der Entnahme aus dem unterirdischen Hohlraum, wie EWE-Fachmann Paul Schneider sagt. Ein Bereich mit den Ausmaßen eines Einfamilienhauses wird aus dem Salzgestein heraus gewaschen. Mit der sogenannten Aussolung solle in Kürze begonnen werden. Nach einer Bauzeit von rund einem Jahr soll laut EWE im Frühjahr 2022 die erste Wasserstoff-Befüllung erfolgen.
Bundesweit laufen einige Wasserstoff-Forschungsvorhaben. Das Bundesforschungsministerium fördert die Grundlagenforschung. «Grüner» Wasserstoff wird durch Elektrolyse hergestellt, bei der Wasser durch Strom in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten wird.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 26. April 2021 05:25 Uhr

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