Linke-Chefin: Regierung sollte Nachhilfeunterricht nehmen

Linke-Chefin: Regierung sollte Nachhilfeunterricht nehmen

Die Linke in Brandenburg hat das Management der Landesregierung in der Corona-Pandemie scharf kritisiert. «Was die Schaffung von Chaos in diesem Land angeht, da leisten die Ministerinnen und Minister in Brandenburg wahrlich Übermenschliches», sagte die Landesvorsitzende Katarina Slanina auf der Landesvertreterversammlung der Linken zur Aufstellung der Landesliste für die Bundestagswahl 2021 in Schönwalde-Glien (Landkreis Havelland).

Sie werfe Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) nicht den fehlenden Impfstoff vor, da liege die Verantwortung beim Bund, betonte Slanina. «Die gravierenden Mängel bei der Erarbeitung und Umsetzung der Impf-und Teststrategie, die werfe ich ihr schon vor». Die Einbeziehung des Landtags bei der Erarbeitung der Coronaverordnung bezeichnete die Linken-Landesvorsitzende als «skandalös». «Hier sollte Dietmar Woidke (SPD) dringend Nachhilfeunterricht bei anderen Ministerpräsidenten nehmen und Ursula Nonnemacher und Michael Stübgen gleich mit.»
Die Vorschläge der Linken zur Bewältigung der Corona-Krise im Land seien weitestgehend abgelehnt worden, um sie Wochen später als eigene Konzepte zu verkaufen, kritisierte Slanina in Richtung Landesregierung. Die Hand der Linken zur Unterstützung der Krisenbewältigung bleibe weiter ausgestreckt.
Die Brandenburger Linke will an diesem Samstag auf der Landesvertreterversammlung in Schönwalde-Glien die abschließende Entscheidung über die Kandidaten-Landesliste für die kommende Bundestagswahl verabschieden. Als Spitzenkandidat wurde der ehemalige Landesfinanzminister und Linke-Landtagsabgeordnete Christian Görke nominiert. Für die Spitzenposition hat sich auch der Linke-Bundestagsabgeordnete Norbert Müller beworben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 24. April 2021 11:34 Uhr

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