Corona-Notbremse greift in fünf Landkreisen und in Cottbus

Corona-Notbremse greift in fünf Landkreisen und in Cottbus

Nach dem Landkreis Elbe-Elster müssen vier weitere Landkreise und die Stadt Cottbus die jüngsten Corona-Lockerungen wieder zurücknehmen.

Corona-Tests

© dpa

Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum.

Seit Montag (22. März 2021) greift auch in den Landkreisen Oberhavel, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und Oder-Spree die sogenannte Notbremse, weil die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Wert von 100 überstiegen hatte. Die Kommunen informierten die Bürger aber nur teilweise auf ihren Webseiten über die erneuten Kontaktbeschränkungen und Schließungen von Geschäften und Museen.

Einzelhandel erneut weitgehend geschlossen

Nach der Eindämmungsverordnung des Landes sind dort private Zusammenkünfte nur noch mit einer Person eines fremden Haushalts möglich und der Einzelhandel wird weitgehend geschlossen. Geöffnet bleiben nur Geschäfte des täglichen Bedarfs, Bau- und Gartenfachmärkte sowie Floristikgeschäfte. Eine Schließung von Kitas und weiterführenden Schulen ist dagegen nicht vorgesehen. Auch Friseure und Kosmetikstudios dürfen geöffnet bleiben.

Drei mobile Testzentren an der Grenze zu Polen

Unterdessen gingen am Montag an der Grenze zu Polen in Frankfurt (Oder) an der Autobahn A12 und in Guben (Spree-Neiße) drei mobile Testzentren in Betrieb. Bereits vor der offiziellen Öffnung um 7 Uhr hatte sich ab 5 Uhr in Frankfurt (Oder) am aufgebauten Zelt hinter der Stadtbrücke eine lange Schlange von Wartenden gebildet. Ungefähr 150 Berufspendler aus Polen standen bei frostigen Temperaturen an, um sich testen zu lassen. Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen wird Polen seit dem Wochenende von der Bundesregierung als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Die Einreise aus dem an Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen grenzenden Land ist daher nur noch mit einem negativen Corona-Test erlaubt.

83 Arztpraxen an Impfungen beteiligt

Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) hat nach einer Woche das Modellprojekt mit Impfungen in Arztpraxen ausgeweitet. Seit Montag beteiligen sich 83 Arztpraxen und wollen in dieser Woche rund 8300 Impfungen durchführen, wie die KVBB mitteilte. In der vergangenen Woche seien in 43 Arztpraxen mehr als 4200 Menschen mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer geimpft worden. Gleichzeitig böten die niedergelassenen Ärzte an, auch nicht genutzte Dosen des Herstellers Astrazeneca zu impfen.
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Impflogistikstab seit Montag aktiv

Am Montag hat auch der neue Impflogistikstab im Brandenburger Innenenministerium offiziell seine Arbeit aufgenommen. Dort soll die Logistik sowie die Koordinierung des Impfens in Impfzentren, Krankenhäusern, Arztpraxen und von Betriebsärzten stärker verzahnt werden, um das Impftempo zu beschleunigen. Nach Angaben des Innenministeriums wurden seit dem Start der Impfkampagne vor knapp drei Monaten rund 311 000 Impfungen durchgeführt, darunter gut 88 500 Zweitimpfungen.

123 neue Corona-Fälle gemeldet

In Brandenburg ist der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz am Montag auf 112 gestiegen. Vor einer Woche lag die 7-Tage-Inzidenz landesweit bei 80,9. Spitzenreiter ist mit einem Wert von 230 weiter der Landkreis Elbe-Elster, wie das Gesundheitsministerium am Montag mitteilte. Dahinter folgt der Landkreis Oberspreewald Lausitz mit einer Inzidenz von 203,0. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist im Land am Montag leicht gesunken: Gemeldet wurden nach dem Wochenende 123 neue Fälle. Am Sonntag waren es 433 und am Samstag 499. Nach dem Wochenende gibt es oftmals Verzögerungen bei der Übermittlung der Daten durch die Gesundheitsämter.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 23. März 2021 07:21 Uhr

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