BGH bestätigt Urteile in Brandenburger Drogenprozess

BGH bestätigt Urteile in Brandenburger Drogenprozess

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat in einem der größten Brandenburger Drogenprozesse der vergangenen Jahre die Rechtsmittel verworfen - damit sind die Urteile gegen die Angeklagten rechtskräftig. Das sagte der ermittelnde Cottbuser Staatsanwalt Olaf Jurtz am Freitag auf Nachfrage. Vier der fünf Angeklagten hatten Revision gegen das Urteil eingelegt. Eine Angeklagte habe die Revision zurückgenommen, so habe der BGH in insgesamt drei Fällen entschieden, sagte Jurtz. Zuvor hatte die «Lausitzer Rundschau» berichtet.

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Ein Hinweisschild mit Bundesadler und Schriftzug Bundesgerichtshof vor dem Bundesgerichtshof (BGH).

Ende August waren vier Männer und eine Frau vom Landgericht Cottbus zu teils hohen Haftstrafen verurteilt worden. Laut Anklage hatten sie bandenmäßig mit Hunderten Kilo Marihuana gehandelt. Zwei beschuldigte Brüder wurden wegen gewerbsmäßigen Handelns mit Betäubungsmitteln zu jeweils neun Jahren Haft verurteilt. Zwei Jahre davon kommen sie per Gerichtsurteil in eine Entzugseinrichtung. Bei einem weiteren Angeklagten verhängte das Gericht wegen Beihilfe eine Haftstrafe von viereinhalb Jahren und die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt. Ein vierter Beschuldigter bekam drei Jahre Haft. Die Lebensgefährtin eines der Hauptangeklagten wurde als fünfte Angeklagte wegen Beihilfe zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.
In den Jahren 2018 und 2019 hatten die Beschuldigten Marihuana in einer Gesamtmenge von etwa 750 Kilo gekauft und verkauft. Insgesamt ging es nach Angaben des Landgerichts um eine Menge von etwa einer Tonne Rauschgift, vor allem Marihuana.
Die Ermittler hatten die Drogenbande viele Monate observiert, unter anderem, in dem sie Telefongespräche zu Lieferungen abhörten - darunter nach Leipzig, Erfurt und Passau in Bayern. Zudem fanden sie heraus, wo die Drogen gelagert wurden, darunter auf dem Gelände eines früheren Munitionsdepots in Wolfsruh und in angemieteten Garagen. Warenübergaben erfolgten auch auf der Trabrennbahn Hoppegarten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 19. März 2021 14:05 Uhr

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