Brandenburg: Grüne wenden sich gegen SPD-Kritik an Impfstrategie

Brandenburg: Grüne wenden sich gegen SPD-Kritik an Impfstrategie

Die Brandenburger Grünen haben die Kritik von SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke an der bisherigen Impfstrategie des grün-geführten Gesundheitsministeriums zurückgewiesen.

Julia Schmidt

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Julia Schmidt lächelt in die Kamera.

Landeschefin Julia Schmidt rief die SPD am Mittwoch zum gemeinsamen Vorgehen auf. «Wir müssen beim Mammutprojekt Corona-Impfungen an einem Strang ziehen», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. «Das Thema Impfen zur Wahlkampfprofilierung zu nutzen, halten wir für wenig hilfreich. Dafür ist dieses komplexe Projekt viel zu wichtig.»
Innerhalb der rot-schwarz-grünen Landesregierung gebe es das gemeinsame Ziel, allen Brandenburgerinnen und Brandenburgern so schnell wie möglich ein vollständiges Impfangebot zu machen, sagte die Grünen-Landesvorsitzende. «Brandenburg sichert dabei die Zweitimpfungen ab, setzt auf vollen Impfschutz für die Bevölkerung anstatt Risiken zugunsten eines raschen Voranschreitens bei den Erstimpfungen einzugehen.» Diese Schwerpunktsetzung sei das richtige Vorgehen, sagte sie.
Damit stellte sich die Landeschefin hinter Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Die Impfungen waren in den vergangenen Wochen eher schleppend vorangegangen, dann kamen wieder mehr Lieferungen von Impfstoff. Nonnemacher hatte am Montag angekündigt, dass die Impfungen beschleunigt werden sollen. Woidke kritisierte am Dienstag Defizite. Er nannte es nicht akzeptabel, wenn Brandenburg bei der Impfquote bei den Erstimpfungen bundesweit auf dem letzten Platz liege. «Das geht so nicht. Hier ist schnelle Abhilfe vonnöten.» Am Mittwoch begann ein Modellprojekt mit Arztpraxen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 3. März 2021 16:19 Uhr

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