Verletzung von Byron Keturakis trifft die Netzhoppers hart

Verletzung von Byron Keturakis trifft die Netzhoppers hart

Der Tag am Ammersee hatte für die Netzhoppers KW-Bestensee schon schlecht begonnen. Beim Frühtraining klagte Kapitän Byron Keturakis über heftige Rückenbeschwerden. Ohne ihren kanadischen Zuspieler kassierten die Brandenburger dann am Samstagabend in der Volleyball-Bundesliga bei den Volleys Herrsching eine bittere 0:3 (23:25, 19:25, 18:25)-Niederlage und bleiben als Tabellenneunter außerhalb der Playoff-Ränge.

«Es war eine schwere Entscheidung, Byron draußen zu lassen. Aber wir wollten kein Risiko eingehen», sagte Trainer Christophe Achten zum Verzicht auf Keturakis, dem wohl besten Netzhoppers-Spieler der letzten Wochen. Nach der nur 76 Minuten dauernden Partie kam Achten zu dem Schluss: «Er hat uns sehr gefehlt, auch weil er jemand ist, der die anderen Spieler mitreißt.»
Auf der Position von Keturakis führte gegen Herrsching der erst 19-jährige Adrian Klooss Regie, der bisher kaum Spielpraxis hatte. In dem Zusammenhang beklagte Achten die ungleichen Rahmenbedingungen in der Liga. «Wir haben nicht den Luxus wie der VfB Friedrichshafen oder die BR Volleys, dass wir den Ausfall eines Spielers ohne Qualitätsverlust ersetzen können.»
Im dritten Satz musste in Außenangreifer Dirk Westphal ein weiterer Leistungsträger wegen Rückenproblemen ausgewechselt werden. Ob Keturakis und Westphal im Heimspiel am Mittwoch gegen die Grizzlys Giesen wieder zur Verfügung stehen, ist ungewiss.
Die Annahme war die größte Schwachstelle der Netzhoppers. «In einer solchen Halle wie in Herrsching haben alle Mannschaften Annahmeprobleme», meinte Achten. «Diese Halle ist so niedrig, da fliegen die Bälle bei der Annahme andauernd an die Decke.» Die Spielstätte sei für die Bundesliga «absolut ungeeignet», monierte der Belgier. «Das darf so nicht bleiben. Da muss sich schnell etwas ändern.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 31. Januar 2021 09:02 Uhr

Weitere Meldungen aus Brandenburg