Coronavirus-Mutation: Landkreis trifft weitere Maßnahmen

Coronavirus-Mutation: Landkreis trifft weitere Maßnahmen

Nachdem in Brandenburg erstmals die in Großbritannien entdeckte Mutation des Coronavirus nachgewiesen wurde, hat der betroffene Landkreis Spree-Neiße weitere Maßnahmen eingeleitet. Kontaktpersonen des erkrankten Mannes aus dem Kreis würden besonders sorgfältig nachverfolgt und isoliert, sagte Landrat Harald Altekrüger (CDU) am Freitag. Die Ehefrau des Mannes und die Schwiegermutter, ein beruflicher Kontakt sowie eine Kontaktperson des im Haushalt lebenden Hundes seien in 14-tägiger Quarantäne.

Eine Helferin steckt einen Rachenabstrich in ein Röhrchen

© dpa

Eine Helferin steckt einen Rachenabstrich in ein Röhrchen.

Allen Betroffenen geht es Altekrüger zufolge den Umständen entsprechend gut. Derzeit werde untersucht, ob es sich um einen Einzelfall handelt oder ein größeres Ausbruchsgeschehen vorliegt. Nach ersten Informationen sei der infizierte Mann in letzter Zeit nicht gereist. Vom kommenden Montag an sollen laut Landkreis zudem alle Corona-Tests in Kindertagesstätten und Schulen im Infektionsort geprüft werden.
Am Donnerstag war bekannt geworden, dass die Variante B.1.1.7 bei einem Mann aus dem Landkreis Spree-Neiße festgestellt wurde. Nach Angaben des brandenburgischen Gesundheitsministeriums ist der Betroffene seit Dienstag in Isolation. Das Virus hatte ein Labor am Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus nachgewiesen. In etwa zwei Wochen wird das Labor nach Angaben des Krankenhauses «in größerem Maßstab» Proben auf mögliche Mutationen des Coronavirus analysieren können. Die zunächst in Großbritannien nachgewiesene Virusvariante gilt als hoch ansteckend. In Berlin wurden bereits mehrere Fälle nachgewiesen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 29. Januar 2021 15:22 Uhr

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