Verloren geglaubtes Bild wieder in Sammlung der Stiftung

Verloren geglaubtes Bild wieder in Sammlung der Stiftung

Ein verloren geglaubtes Gemälde aus dem 17. Jahrhundert ist nach 75 Jahren wieder in die Sammlungen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg zurückgekehrt. Das Werk «Lagerszene mit Soldaten und Frauen» von Johannes Lingelbach (1622-1674) habe als Kriegsverlust gegolten, teilte die Stiftung am Dienstag mit. Es sei nun restauriert worden. Ermöglicht wurde die Rückkehr nach den Angaben durch den Sammler Thomas Rusche und die Vermittlung des Kölner Auktionshauses Van Ham. Das Bild soll nun im Schloss Caputh gezeigt werden.

Schloss Caputh

© dpa

Das Schloss in Caputh (Brandenburg).

Es gelangte 1811 über eine Erbschaft an König Friedrich Wilhelm III. (1770-1840) in die preußischen Sammlungen. Ab den 1930-er Jahren wurde es im Jagdschloss Grunewald präsentiert, wo es nach Ende des Zweiten Weltkrieges entwendet wurde und später in den Kunsthandel kam.
Die Stiftung verzeichnet seit 1945 fast 2000 Gemälde als Kriegsverluste. Nach dem ersten Verlustkatalog von 2004 konnten bereits knapp 40 Gemälde über den Kunsthandel und aus Privatsammlungen zurückgewonnen werden. Sie werden unter anderem in der Bildergalerie von Sanssouci, im Neuen Palais, im Schloss Charlottenburg und im Neuen Pavillon, im Jagdschloss Grunewald sowie im Schloss Caputh präsentiert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 15. Dezember 2020 16:33 Uhr

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