AfD-Fraktion lehnt Lockdown ab: Kritik an Schulpolitik

AfD-Fraktion lehnt Lockdown ab: Kritik an Schulpolitik

Die AfD-Fraktion im Brandenburger Landtag hat sich vehement gegen den geplanten harten Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ausgesprochen. «Warum die Maßnahmen, die seit Anfang November nichts gebracht haben, jetzt fortgesetzt und verstärkt werden soll, erschließt sich mir schon rein logisch nicht», sagte AfD-Fraktionschef Hans-Christoph Berndt am Montag in Potsdam. Der Anstieg der Infektionszahlen verlaufe wie bei anderen Grippe-Erkrankungen zu dieser Jahreszeit, meinte Berndt. Er forderte die Rücknahme von allen Schließungen der Gastronomie, Geschäften, Freizeit- und Kultureinrichtung sowie der Maskenpflicht.

Hans-Christoph Berndt (AfD)

© dpa

Hans-Christoph Berndt, AfD-Fraktionsvorsitzende in Brandenburg.

Berndt kritisierte insbesondere, dass der Landtag erneut erst nach der Entscheidung im Kabinett angehört werden soll. Der AfD-Fraktionschef forderte, dass die Landtage verpflichtend vor den Entscheidungen zu neuen Corona-Beschränkungen angehört werden müssten. Die Landesregierung wollte einen weitgehenden Lockdown für das öffentliche Leben am Nachmittag beschließen. Über ein Gesetz zur Beteiligung des Landtags soll erst am Dienstag im Parlament entschieden werden.
Der schulpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Dennis Hohloch, kritisierte insbesondere den Plan, die Präsenzpflicht der Schüler beim Unterricht aufzuheben. «Da soll der Lehrer die Schüler unterrichten, die erschienen sind und gleichzeitig die, die nicht gekommen sind - wie soll das gehen?», fragte Hohloch. Er warf dem Bildungsministerium eine fehlende Planung vor. «Das Chaos, das wir schon vor den Sommerferien hatten, wird fortgesetzt», kritisierte er.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 14. Dezember 2020 13:59 Uhr

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