Verband: Friseure hoffen auf Treue der Kunden

Verband: Friseure hoffen auf Treue der Kunden

Für die Brandenburger Friseure fallen mit dem Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie ab Mittwoch die Einnahmen aus dem traditionell umsatzstärksten Monat des Jahres weg. «Das können die Unternehmen nicht so leicht wegstecken», sagte Dorrit Mai vom Verband der deutschen Friseurunternehmen in Potsdam am Montag. Der Verband vertritt in Brandenburg Friseure mit Filialunternehmen. Im Dezember seien in der Vorweihnachtswoche und vor Silvester immer die meisten Kunden bedient worden. Termine seien in den vergangenen Monaten für diese Tage bereits lange ausgebucht gewesen.

Friseur

© dpa

Eine Friseurin schneidet einer Frau die Haare.

Vor den von Mittwoch an geltenden Schließungen werde vielerorts noch versucht, Kunden wenn möglich zu frisieren, sagte Mai. Das sei aber schwierig, da weiter die Abstands- und Hygienebedingungen eingehalten werden müssten. Da müssten unter anderem Stühle frei bleiben.
Viele Betriebe hätten nun an dem traditionell meist geschlossenen Montag ihre Läden geöffnet, um Kunden auf diesen Termin umzudirigieren. «Möglicherweise gab es in dem einen oder anderen Geschäft vielleicht sogar noch einen freien Termin», sagte Mai.
In den vergangenen Monaten mussten nach Angaben von Mai die Betriebe schon starke Einbußen verkraften. Mitarbeiter gingen in Kurzarbeit. In den Bilanzen würden auch Investitionen für Hygienemaßnahmen zu Buche schlagen. «Diese Einbußen seien nicht einfach zu verkraften», sagte sie. «Es ist aber eine besondere Zeit. Die Gesundheit steht an erster Stelle», betonte sie. Die Branche hoffe nun auf Liquiditätshilfen. «Wichtig ist uns auch die Treue der Stammkunden, die in den vergangenen Monaten bereits zu ihren Friseuren gehalten haben», sagte Mai.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 14. Dezember 2020 12:55 Uhr

Weitere Meldungen aus Brandenburg