Russischer Regisseur gewinnt zum dritten Mal bei Festival

Russischer Regisseur gewinnt zum dritten Mal bei Festival

Beim diesjährigen Filmfestival Cottbus (FFC) hat der russische Regisseur Ivan I. Tverdovskiy zum dritten Mal den Hauptpreis gewonnen. Nach den Filmen «Corrections Class» (2014) und «Zoology» (2016) erhielt er am Samstag die Auszeichnung für «Conference». Der Film ist eine Reflexion über die Geiselnahme im Moskauer Dubrowka-Theater von 2002. Das Werk sei «wie eine Naturgewalt», begründete die internationale Jury unter anderem ihre Wahl. Der Preis ist mit 25 000 Euro dotiert.

Staatstheater beim Filmfestival Cottbus 2019

© dpa

Blau illuminiert ist das Gebäude des Staatstheaters in Cottbus zur Eröffnung des Filmfestivals 2019.

Der Spezialpreis für die beste Regie ging an den polnischen Regisseur Piotr Domalewski für «I never cry». Der Streifen erzählt die Geschichte der 17-jährigen Ola, die den Leichnam ihres in einem Containerhafen tödlich verunglückten Vaters nach Polen überführen muss. Der Preis ist mit 7500 Euro dotiert.
Die Schauspiel-Debütanten Marijana Novakov, Tijana Marković und Valentino Zenuni aus dem Film «Oasis» des serbischen Regisseurs Ivan Ikićs erhielten den Preis für eine herausragende darstellerische Einzelleistung. Der Film gibt nach Ansicht der Jury einen «fesselnden» Einblick in die Gefühlswelten Jugendlicher. Er wurde mit nicht-professionellen Darstellern in einem Wohnheim für Jugendliche mit geistiger Behinderung gedreht.
Die Gewinner des 30. Filmfestivals Cottbus wurden am Abend des 12. Dezember 2020 in einer online übertragenen Preisverleihung bekannt gegeben. Insgesamt vergab die Festival-Jury Preise im Gesamtwert von 72 000 Euro. Das Programm mit 150 Filmen ist noch bis zum 31. Dezember 2020 bundesweit online im Stream abrufbar.
«Wir erhalten viel Zuspruch für unser digitales Filmfestival Cottbus, von treuen Festivalfans wie Filmschaffenden und auch von denen, die das FFC gerade neu für sich entdecken», sagte Andreas Stein, Geschäftsführer des Veranstalters pool production. Aus der Krise entwickle das Festival neue Kraft und Kreativität.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 13. Dezember 2020 10:16 Uhr

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