RBB: 60 Millionen Euro Fehlbetrag ohne Rundfunkbeitragsplus

RBB: 60 Millionen Euro Fehlbetrag ohne Rundfunkbeitragsplus

Ohne Erhöhung des Rundfunkbeitrags würde beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) in den nächsten vier Jahren ein Fehlbetrag von 60 Millionen Euro zusammenkommen. Das sagte Intendantin Patricia Schlesinger am Mittwoch dem «Tagesspiegel» (Online). «Das bedeutet, dass wir zusätzlich zu den rund 30 Millionen Euro pro Jahr, die wir ohnehin einsparen werden, noch einmal 15 Millionen pro Jahr weniger ausgeben könnten.»

Patricia Schlesinger, Intendantin des RBB

© dpa

Patricia Schlesinger, Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB).

Die Intendantin der ARD-Anstalt ergänzte: «Ich sage immer, dass unter meiner Führung im RBB am Programm definitiv zuletzt gespart wird, aber bei diesen Summen wird es ohne sicht- und hörbare Folgen im Programm nicht gehen.»
Am Vortag war bekanntgeworden, dass Sachsen-Anhalt die Erhöhung des Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro auf 18,36 Euro zum 1. Januar 2021 für ganz Deutschland blockiert. ZDF, ARD und Deutschlandradio hatten daraufhin angekündigt, nach Karlsruhe vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen. Der Rundfunkbeitrag ist die Haupteinnahmequelle für die öffentlich-rechtlichen Sender. Es wäre die erste Beitragserhöhung seit 2009.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 9. Dezember 2020 17:20 Uhr

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