Ranft: Anfang Januar startet Impfung in Krankenhäusern

Ranft: Anfang Januar startet Impfung in Krankenhäusern

Die Impfungen gegen das Coronavirus könnten in Brandenburg nach Ansicht von Gesundheitsstaatssekretär Michael Ranft möglicherweise schon Anfang nächsten Jahres starten. «Wir hoffen, dass wir Anfang Januar mit den Impfungen in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen beginnen», sagte Ranft der «Märkischen Oderzeitung» (Freitag). Wenn genügend Impfstoff da sei, solle auch in den regionalen Impfzentren damit gestartet werden. Vorrangig geimpft werden sollten außerdem Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr. «Darüber hinaus geht es um vulnerable Gruppen - bestimmte Altersklassen und Menschen mit Vorerkrankungen.»

Michael Ranft

© dpa

Michael Ranft, Staatssekretär für Soziales, Gesunheit und Integration.

Die Klinikärzte sollten selbst die Impfungen vornehmen, sagte Ranft der «Märkischen Allgemeinen» (Freitag) aus Potsdam. Patienten in den Krankenhäusern, die prioritär geimpft werden, könnten dann auch schon an der Reihe sein. Pflegeeinrichtungen sollten von mobilen Teams aufgesucht werden. In den Impfzentren wiederum könnten bis zu 600 Impfungen pro Tag möglich sein, wenn es sechs Impfteams pro Zentrum jeweils mit Arzt und Praxisbelegschaft gebe. Dafür sollten 100 bis 150 Ärzte pro Woche aus ihrer Praxis herausgenommen werden - vor allem Allgemeinmediziner. «Deren Praxis ist dann zu.» Das seien bei 1500 Hausarztpraxen etwa zehn Prozent der Hausärzte.
Angepeilt wird eine Impfung von 70 Prozent der Bevölkerung - das wären für Brandenburg 1,75 Millionen Menschen.
«Meine Hoffnung ist, dass wir spätestens im Herbst/Winter 2021 eine Herdenimmunität erreicht haben und nicht länger auf Eindämmungsmaßnahmen zurückgreifen müssen», sagte der Staatssekretär der «Märkischen Oderzeitung». Es werde sicher eine Phase geben, in der parallel auf Schutzmaßnahmen noch nicht verzichtet werden könne, betonte er in der «Märkischen Allgemeinen». «Das wird insbesondere für Alltagsmasken gelten. Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto weniger werden wir andere Maßnahmen brauchen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 4. Dezember 2020 11:53 Uhr

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