Landesbischof: Gottesdienste keine Kulturveranstaltung

Landesbischof: Gottesdienste keine Kulturveranstaltung

Der evangelische Landesbischof Christian Stäblein hat die Erlaubnis von Gottesdiensten trotz der anderen Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie verteidigt. Es sei wichtig, dass die Gesellschaft sich einen offenen Raum für den religiösen Ausdruck bewahre, sagte Stäblein den «Potsdamer Neuesten Nachrichten» (Montag).

Christian Stäblein

© dpa

Christian Stäblein, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Die Kirche fühle sich den kulturellen Veranstaltungen, die nun vom Teil-Lockdown betroffen seien, sehr verbunden. Ein Gottesdienst habe aber eine eigene Aufgabe: «Er ist der religiöse Ausdruck von existenziellen Dingen, von Hoffnung, von Klage, von Trauer - so, wie das etwa bei Gottesdiensten zur Trauer um Corona-Tote der Fall ist», erklärte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO).
Die Kirche habe in den vergangenen Monaten viel Erfahrung mit Schutz- und Hygiene gesammelt. Für jeden Gottesdienst müssten sich die Teilnehmer in Anwesenheitslisten eintragen, mit Abstand sitzen, Masken tragen und die Hände desinfizieren. Chöre können derzeit nicht auftreten, nur ganz kleine Ensembles zur liturgischen Unterstützung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 9. November 2020 13:04 Uhr

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