BTU-Präsidentin fängt an: Einzige Ostdeutsche an Uni-Spitze

BTU-Präsidentin fängt an: Einzige Ostdeutsche an Uni-Spitze

Die neue Präsidentin der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU), Gesine Grande, hat am Donnerstag ihre Arbeit aufgenommen. Die Professorin ist derzeit die einzige Ostdeutsche an der Spitze einer deutschen Universität. Grande war im Juli vom Senat der Universität gewählt und Mitte September von Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) zur neuen Präsidentin ernannt worden.

Gesine Grande bei einem Fototermin

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Gesine Grande bei einem Fototermin

Mit Blick auf ihre bevorstehende sechsjährige Amtszeit sagte Grande, die BTU werde in den kommenden Jahren eine der spannendsten und innovativsten Universitäten in Deutschland werden. «Wir werden, gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnern, Unternehmen, Politik und Region, die einmalige Entwicklungschance des Strukturwandels Lausitz nutzen.»
Ministerin Schüle bezeichnete Grande als eine exzellente und erfahrene Kennerin des Hochschulbetriebs mit langjährigen Erfahrungen beim Leiten einer Hochschule. Sie sei die einzige an der Spitze einer deutschen Universität mit ostdeutschen Wurzeln - das sei 30 Jahre nach Gründung des Landes nicht nur ein wichtiges Signal, sondern längst überfällig, so die Ministerin.
Der frühere BTU-Präsident und heutige Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) sicherte Grande die Unterstützung seines Ministeriums zu. Der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) sagte zu Grandes Amtsantritt: «Wir werden weiter eng kooperieren, weil unsere Stadt ohne BTU undenkbar ist, die BTU ohne Stadt aber auch nichts ist.»
Die 1964 in Leipzig geborene Gesine Grande studierte Psychologie an der Universität Leipzig, promovierte 1997 an der Universität Bielefeld und habilitierte an der Universität Leipzig. Von 2014 bis 2019 war sie Rektorin der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig.
An den drei Standorten der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg arbeiten rund 180 Professorinnen und Professoren. An der Hochschule sind etwa 7000 Studierende eingeschrieben, darunter 2250 internationale Studierende aus mehr als 100 Ländern.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 1. Oktober 2020 12:13 Uhr

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