Landesbauernverband warnt vor schwerwiegenden Folgen

Landesbauernverband warnt vor schwerwiegenden Folgen

Nach Bekanntwerden des deutschlandweit ersten Falls von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Brandenburg befürchtet der Landesbauernverband schwerwiegende Konsequenzen. Es gebe erhebliche Beschränkungen für die landwirtschaftlichen Betriebe in der betroffenen Restriktionszone um den Fundort herum, erklärte Landesbauernpräsident Henrik Wendorff am Donnerstag. Die wirtschaftlichen Folgen seien momentan noch nicht abzuschätzen. Fatal wäre, wenn die Afrikanische Schweinepest die wenigen verbliebenen Tierhalter in der Region zum Aufgeben zwinge. Wenn es zu Ernteverboten etwa für Maisfelder komme, könne das zudem auch die Futterversorgung der Rinder in Gefahr bringen.

Henrik Wendorff

© dpa

Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg e.V.

Der LBV-Präsident forderte Klarheit von den Behörden. «Die betroffenen Tierhalter stehen mächtig unter Druck», erklärte Wendorff. Über die Nachricht des ersten ASP-Falls zeigte er sich nicht überrascht. Es sei damit gerechnet worden, deshalb seien Verband und auch die Schweinehalter in Brandenburg vorbereitet. «Nun geht es darum, das Schlimmste zu verhindern und die Hausschweine in unseren Ställen gesund zu halten», sagte Wendorff.
Landschaft in der Prignitz
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Derzeit richteten die Veterinärbehörden um den Fundort herum eine Kernzone, ein gefährdetes Gebiet sowie eine Pufferzone ein. Innerhalb dieser Schutzzonen werden umfangreiche Maßnahmen gegen die Ausbreitung der ASP und zum Schutz der Hausschweine ergriffen. Alle Schweinehalter sind nach Angaben des Verbandes sensibilisiert, den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten. Zudem hätten sie ein starkes Eigeninteresse daran, strikt auf die Sicherheit in den Betrieben zu achten und diese täglich zu überprüfen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 10. September 2020 18:10 Uhr

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