Potsdamer OB: Zustände in Moria Schande für Europa

Potsdamer OB: Zustände in Moria Schande für Europa

Der Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) hat die Zustände in dem überfüllten Lager für Geflüchtete auf der griechischen Insel Lesbos als Schande für Europa bezeichnet. «Wir verweisen seit Monaten auf die gefährlichen und unhaltbaren Zustände im Lager», betonte Schubert am Mittwoch in einer Mitteilung. Es bestehe seit Jahren akuter Handlungsbedarf.

Ein Junge blickt auf das niedergebrannte Flüchtlingslager Moria

© dpa

Ein Junge blickt auf das niedergebrannte Flüchtlingslager Moria.

In der Nacht zum Mittwoch war in Moria ein Großfeuer ausgebrochen, es hat inzwischen das Lager vernichtet. Rund 12 000 Flüchtlinge wurden damit obdachlos.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Viele der Verantwortlichen in den europäischen Mitgliedsstaaten stellten sich einfach taub, kritisierte der Potsdamer Oberbürgermeister. Den Menschen müsse nun zügig eine sichere Zuflucht gegeben werden. Es brauche eine sofortige Verteilung, sagte er. Potsdam und viele andere Städte im Bündnis «Städte Sicherer Häfen» hätten mehrfach ihre Aufnahmebereitschaft gegenüber der Bundesregierung erklärt.
Die Bundesregierung müsse ihre Ratspräsidentschaft nutzen, um die seit Jahren offene Verteilungsfrage von Geflüchteten endlich zu lösen, notfalls ohne einen Konsens aller Mitgliedsstaaten. Wenn der nicht gefunden werde, müsse es Lösungen geben, mit denen Staaten, die Flüchtlinge aufnehmen, aus dem Haushalt der EU unterstützt werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 9. September 2020 13:55 Uhr

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