Mehrere Schüler in Brandenburg mit Corona angesteckt

Mehrere Schüler in Brandenburg mit Corona angesteckt

In zwei Potsdamer Schulen hat sich jeweils ein Schüler mit dem Coronavirus infiziert. In der Marienschule in Babelsberg gelte für 80 Menschen, die mit dem Schüler in Kontakt waren, eine 14-tägige Quarantäne, wie die Landeshauptstadt am Freitag mitteilte. Im Montessori-Schulzentrum Am Stern seien 20 Menschen als Kontaktpersonen des Schülers ermittelt worden und müssten in Quarantäne. Darunter seien jeweils neben Schülern auch Lehrer.

Coronavirus

© dpa

Ein Mitarbeiter hält ein Teströhrchen in den Händen.

Diejenigen, die sich möglicherweise ebenfalls mit dem Coronavirus angesteckt haben, wurden im Schulzentrum Am Stern bereits getestet. Die Ergebnisse werden frühestens an diesem Samstag erwartet. In der Marienschule sollten diejenigen, die mit dem Schüler Kontakt hatten, am Samstag getestet werden; die Ergebnisse sollen am Sonntag vorliegen. Die «Potsdamer Neuesten Nachrichten» und die «Märkische Allgemeine» hatten zuvor berichtet.
In einer Grundschule in Teltow steht ein Fünftklässler unter Corona-Verdacht. 24 Schüler und zwei Lehrkräfte müssten in Quarantäne, teilte der Kreis Potsdam-Mittelmark am Freitag mit. Ein Testergebnis habe zunächst noch nicht vorgelegen. Der Schüler habe auch an einem Fußballturnier am 9. August teilgenommen. Die dort vertretenen Vereine seien informiert worden. Der Schüler war mit seiner Familie aus dem Urlaub zurückgekommen - nicht aus einem Risikogebiet.
In einer Grundschule in Rathenow im Havelland hat das Schulamt Neuruppin derweil einen Schulleiter gestoppt, der sich in einem Schreiben an die Eltern gegen die Maskenpflicht gewandt hatte. Dies bestätigte das brandenburgische Bildungsministerium am Freitag auf Anfrage. «Die Maskenpflicht wird auch in der Jahn-Grundschule in Rathenow, so wie in der Umgangsverordnung des Landes Brandenburg vorgesehen, umgesetzt», stellte Ministeriumssprecherin Ulrike Grönefeld klar. Darüber seien die Eltern in einem Schreiben der stellvertretenden Schulleiterin am Freitag informiert worden.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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«Das versandte Schreiben vom 12.08.2020 entspricht nicht den rechtlichen Bestimmungen und wird damit zurückgezogen», sagte die Sprecherin mit Blick auf den Vorstoß des Schulleiters. Zuerst hatte die «Märkische Allgemeine» (online) berichtet. Zu möglichen Konsequenzen für den Schulleiter wollte sich das Ministerium nicht äußern.
Die Zahl neuer Corona-Infektionen in Brandenburg ist innerhalb eines Tages so stark gestiegen wie seit etwa drei Monaten nicht mehr. Von Donnerstag auf Freitag seien 27 bestätigte Fälle neu hinzugekommen, teilte das Gesundheitsministerium in Potsdam mit. Am 8. Mai waren nach Angaben des Ressorts 28 bestätigte neue Ansteckungen mit dem Sars-CoV-2-Virus gezählt worden, am 9. Mai waren es 31. Seitdem lag der bisherige Spitzenwert am 17. Juni bei 21 neuen Fällen. Noch am Donnerstag wurden 16 neue Infektionen gezählt, am Mittwoch waren es nur 5.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 14. August 2020 18:11 Uhr

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