Größte Berliner S-Bahn-Ausschreibung gestartet

Größte Berliner S-Bahn-Ausschreibung gestartet

Klimaanlagen, mehr Plätze, mehr Fahrten: S-Bahn-Kunden sollen auf der Berliner Stadtbahn und der Nord-Süd-Trasse ein besseres Angebot erhalten. Das ist ein Ziel der Ausschreibung, mit der seit Dienstag ein Betreiber für die beiden Teilnetze gesucht wird. Bis es soweit ist, brauchen die Kunden aber Geduld: In zwei Jahren soll feststehen, welches Unternehmen künftig auf den Strecken fahren darf. Erst im Winter 2027/2028 ist die Betriebsaufnahme geplant.

S-Bahn Berlin

© dpa

Reisende steigen aus einer S-Bahn aus.

Damit läuft nach langer Vorgeschichte die größte Ausschreibung in der Berliner S-Bahn-Geschichte. Der Vertrag mit dem bisherigen Betreiber S-Bahn Berlin GmbH ist schon vor zweieinhalb Jahren ausgelaufen. Die Tochter der Deutschen Bahn fährt noch auf Grundlage von Übergangsverträgen.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Der Senat hatte sich infolge der S-Bahn-Krise vor mehr als zehn Jahren mehr Wettbewerb auf die Fahnen geschrieben. In einem ersten Schritt war der Betrieb der Ringbahn ausgeschrieben worden; dabei setzte sich der bisherige Betreiber durch, die S-Bahn Berlin GmbH.
Die künftigen Verträge über den Betrieb der Stadtbahn und der Nord-Süd-Strecke mit Endstationen in Brandenburg sollen 15 Jahre lang laufen, die Verträge zur Instandhaltung 30 Jahre. Den Fahrzeugpark von mindestens 1308 neuen S-Bahn-Wagen will das Land Berlin kaufen und in eine eigene Gesellschaft überführen, an der sich auch Brandenburg beteiligen kann.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 4. August 2020 18:33 Uhr

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