Breitbandausbau in Südbrandenburg kommt voran

Breitbandausbau in Südbrandenburg kommt voran

Um Firmen für den Strukturwandel in der Lausitz anzusiedeln, soll der Breitbandausbau in der Region vorankommen. In Cottbus werden nach Angaben der Stadt vom Freitag dafür 21 Gewerbegebiete mit insgesamt zwölf Kilometern Glasfaserleitungen ausgestattet. Verlegt werden sie vom kommunalen Telekommunikationsdienstleister envia Tel. Rund 450 bereits ansässige Unternehmen könnten davon profitieren.

Ein Glasfaserkabel wird für die Verlegung vorbereitet

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Ein Glasfaserkabel mit 144 Fasern wird für die Verlegung vorbereitet.

Ende September sollen die Arbeiten beginnen und im April kommenden Jahres beendet sein. Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) hofft, dass durch den Breitbandausbau mehr Unternehmen nach Südbrandenburg kommen. «Wir können hier Gebiete anbieten, die voll erschlossen sind», sagte er.
Auch in den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße,Elbe-Elster und Dahme-Spreewald hat der Dienstleister nach eigenen Angaben Gewerbe - und Industriegebiete mit Glasfaserleitungen ausgestattet. Ein Problem mit fehlenden Fachkräften zur Umsetzung der Ausbauvorhaben hat das Unternehmen nach Aussage von envia-Tel-Geschäftsführer Stephan Drescher nicht.
Landschaft in der Prignitz
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Unter anderem durch Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, aber auch wegen einer engen Kooperation mit Hoch- und Fachschulen habe man bislang den Fachkräftebedarf abdecken können. Die Mitarbeiterzahl sei von 100 auf 200 gestiegen. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur entscheidet nach Aussage des Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Cottbus, Peter Kopf, über die Zukunftssicherheit vieler Unternehmen. Der Breitbandausbau müsse deshalb politische Priorität haben.
Ende 2018 verfügten 82,5 Prozent der Haushalte in Brandenburg über schnelles Internet mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde, wie aus dem Breitbandatlas des Bundesverkehrsministeriums hervorgeht. Mit einem Förderprogramm unterstützte das Wirtschaftsministerium den Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur in fünf Planungsregionen mit 57 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Damit seien Investitionen von 100 Millionen Euro angeschoben worden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 31. Juli 2020 17:42 Uhr

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