Urteil zu wilder Verfolgungsjagd auf der A4 erwartet

Urteil zu wilder Verfolgungsjagd auf der A4 erwartet

Anfang 2017 hat sich ein heute 37-Jähriger mit der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd quer durch Thüringen geliefert. Heute könnte nun das Urteil gegen den Verkehrsrowdy fallen, wie ein Sprecher des Landgerichts Gera sagte. Die Anklage lautet unter anderem auf gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr. Dafür sieht das Gesetz bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe vor.

Justitia-Figur

© dpa

Eine Figur der Justitia.

Laut Anklage hatte sich der Mann aus Brandenburg auf der Autobahn 4 (Eisenach-Dresden) einer Kontrolle entzogen und auf seiner rasanten Flucht Autos rechts überholt, zwei Streifenwagen gerammt und eine Tunnelschranke durchbrochen. Auch soll er versucht haben, Polizeiwagen abzudrängen, was er bestreitet. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft wollte der Mann mit seiner Flucht andere Straftaten verdecken. So fanden die Ermittler in seinem Wagen Drogen sowie drei Signalpistolen und Munition. Außerdem war sein Auto nicht haftpflichtversichert.
Die Tat hat der Angeklagte vor Gericht eingeräumt und mit seiner damaligen Lebenssituation begründet: «Ich war auf der Flucht, habe damals im Auto gelebt.» Zuvor hätte er nicht nur seine Partnerin, sondern auch seine Arbeit verloren. Verletzt wurde bei der Verfolgungsjagd niemand, doch entstand ein Schaden von mehreren Tausend Euro.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 10. Juni 2020 02:47 Uhr

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