Ministerin Schüle: Müssen Kulturlandschaft stabil halten

Ministerin Schüle: Müssen Kulturlandschaft stabil halten

Ein Rettungsschirm soll das kulturelle Leben in Brandenburg auch nach der Corona-Krise weiter möglich machen. Dazu stellte Kulturministerin Manja Schüle (SPD) am Mittwoch eine aus drei Säulen bestehende Förderung vor. Zum einen laufe die klassische Kulturförderung weiter, die auch schon vor der Corona-Krise bestand. Darauf seien bereits 60 Prozent der Fördermittel verwendet, sagte Schüle im Kulturausschuss des Landtages.

Manja Schüle

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Manja Schüle, die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Der zweite Strang sei die anteilmäßige Unterstützung von öffentlichen und privaten gemeinnützigen Kultureinrichtungen und Kulturträgern, die zwischen dem 11. März und 31. August Einnahmeausfälle verzeichnen. Dafür stelle das Land rund 35 Millionen Euro aus dem Corona-Rettungsschirm bereit. Bereits seit vergangenem Mittwoch können die Einrichtungen Anträge stellen, die derzeit bearbeitet werden.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Zudem sollen freiberufliche Künstler, die Mitglied der Künstlersozialkasse (KSK) sind, eine einmalige Zuwendung von 1000 Euro erhalten. Für das Stipendienprogramm stellt das Land den Angaben zufolge vier Millionen Euro bereit. Das Geld werde nicht auf die Grundsicherung angerechnet. Schüle zufolge will ihr Ministerium dazu spätestens ab kommenden Montag Formulare auf die Internetseite stellen. Außerdem soll eine Hotline geschaltet werden, um Einrichtungen und Künstler zu beraten.
«Wir müssen unsere Kulturlandschaft stabil halten», betonte Schüle. Es stehe viel auf dem Spiel, was in Brandenburg in den vergangenen dreißig Jahren aufgebaut worden sei.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 6. Mai 2020 16:53 Uhr

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