Maskenbildner Wolfgang Utzt mit 78 Jahren gestorben

Maskenbildner Wolfgang Utzt mit 78 Jahren gestorben

Der frühere Chefmaskenbildner des Deutschen Theaters, Wolfgang Utzt, ist tot. Er sei am Samstag im Alter von 78 Jahren nach längerer Krankheit in einem Krankenhaus in Frankfurt (Oder) gestorben, sagte seine Tochter Susanne Utzt am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Der gebürtige Senftenberger wirkte 43 Jahre lang am Deutschen Theater in Berlin. Von 1979 bis 2003 war er dort Chefmaskenbildner. Utzt betreute über 100 Theaterproduktionen und arbeitete mit Regisseuren wie Heiner Müller, Thomas Langhoff, Frank Castorf und Robert Wilson zusammen.

Wolfgang Utzt

© dpa

Der Maskenbildner Wolfgang Utzt mit zwei seiner Masken.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) würdigte Utzt als Großen seines Faches und als wunderbaren kreativen Menschen. «Seine großartigen Masken und seine Werke werden weiterleben als Zeugnisse eines großen Künstlers», teilte er mit. Im Juli 2018 wurde Utzt im Rahmen des Brandenburgischen Kunstpreises der «Märkischen Oderzeitung» und der Stiftung Schloss Neuhardenberg für sein Lebenswerk mit dem Ehrenpreis des Ministerpräsidenten ausgezeichnet. Woidke sagte damals in seiner Laudatio, Utzt habe mit seinem Schaffen jahrzehntelang die deutsche Theater- und Kunstszene bereichert.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

Tipp: Urlaub in Brandenburg

Ausflugsziele, besondere Landschaften und Orte in Brandenburg plus Seen, Radtouren, Wanderungen, Ziele für Familien, Unterkünfte und mehr

Utzt arbeitete auch als Dozent an den Kunsthochschulen in Dresden und in Berlin-Weißensee sowie an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg.
Seit Ende der 1970er Jahre wohnte Utzt in Sydowswiese in Letschin im Oderbruch. In Neuhardenberg bekam er 2010 die Gelegenheit zu einer umfassenden Werkschau. Im Jahr 2016 erschien sein Bilderbuch «Das Gürteltier kam nachts um vier» für Kinder. «Er hat noch bis zuletzt diverse Projekte verfolgt», sagte seine Tochter. So habe er an einem weiteren Kinderbuch gearbeitet, das habe er aber nicht mehr beenden können. Seine Masken und Figurinen befinden sich nach Angaben seiner Tochter im Besitz der Stiftung Stadtmuseum Berlin, des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg und des Deutschen Theatermuseums München.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 26. April 2020 17:42 Uhr

Weitere Meldungen