Gottesanbeterin fühlt sich wohl in Brandenburg

Gottesanbeterin fühlt sich wohl in Brandenburg

Eigentlich ist die Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) im Mittelmeerraum verbreitete - doch auch in Brandenburg ist das Insekt auf dem Vormarsch. Das belegen Daten, die im Potsdamer Naturkundemuseum und im Landesamt für Umwelt eingehen, wie das Umweltministerium am Donnerstag mitteilte. Wärme und Trockenheit begünstigen das Vorkommen der Insekten. Bei Frost sterben nun die erwachsenen Fangschrecken, Eier können jedoch den Winter überstehen.

Eine Europäische Gottesanbeterin

© dpa

Eine Europäische Gottesanbeterin.

Nördlich der Alpen kam das Insekt in Deutschland lange Zeit nur sehr lokal in wärmeren Gegenden in Südwestdeutschland vor. Erstmals wurde die Gottesanbeterin 2007 in Brandenburg entdeck. Mit dem Klimawandel breiten sich die Tiere aus.
Das Potsdamer Naturkundemuseum und die Mantidenfreunde (Gottesanbeterinnen) Berlin-Brandenburg initiierten 2016 das «Citizen Science-Projekt», in dem Bürger ihre Funde dieser Insekten melden sollen. Die Angaben würden helfen, die Ausbreitung der Art zu verfolgen und Karten zu erstellen, hieß es. Bislang gingen über 700 Meldungen ein.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 31. Oktober 2019 10:50 Uhr

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