Bauernverband: Zeitumstellung irritiert Milchkühe

Bauernverband: Zeitumstellung irritiert Milchkühe

Die Umstellung auf die Winterzeit kann nach Einschätzung des Bauernverbands auch Tieren zu schaffen machen. In der Nacht zum Sonntag werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt. «Vor allem Milchkühe spüren es», sagte der Sprecher des Brandenburger Bauernverbandes, Tino Erstling, der Deutschen Presse-Agentur. Die Tiere reagierten sensibel auf Änderungen in gewohnten Abläufen.

Milchkühe in einem Stall

© dpa

Milchkühe liegen in einem Stall.

Die Verschiebung um eine Stunde könne sie durcheinanderbringen. «Das bringt auch Stress», sagte Erstling. Die Tiere könnten zwar wie gewohnt und wann sie wollten aus ihren Trögen fressen, aber beim Melken gebe es doch eine Zeitverzögerung.
«In einigen Betrieben werden die Milchkühe auf die Zeitumstellung schon ein paar Tage zuvor eingestellt», sagte Erstling. Im Herbst werde über Tage immer etwas später gemolken, im Frühjahr etwas früher. «Dann ist man bald wieder im Rhythmus», betonte er.
Andere Landwirte stellen hingegen von einem Tag auf den anderen um. «Dann gibt es bei den Tieren zwar auch Unruhe, aber das gibt sich bald wieder», sagte der Sprecher. Im Stall stelle sich relativ bald Normalität ein. In Geflügelställen werde viel über die Beleuchtung geregelt. «Zeitumstellung ist dann nicht zu spüren», sagte Erstling.
Schweine dagegen lässt die Zeitumstellung nach Angaben des Bauernverbands vergleichsweise kalt. Die Sauen säugen die Ferkel dann, wenn der Nachwuchs Hunger verspürt - unabhängig von Sommer- oder Winterzeit. Auch den Mastschweinen mache es nichts aus, mal eine Stunde auf das Futter zu warten. Das bringe sie nicht aus Ruhe.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 25. Oktober 2019 08:54 Uhr

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