Veterinäramt prüft unsachgemäße Tötung in Schweinemast

Veterinäramt prüft unsachgemäße Tötung in Schweinemast

Nach Vorwürfen der unsachgemäßen Tötung von Schweinen in einer Mastanlage in Brandenburg hat sich das Veterinäramt eingeschaltet. Die Anlage würde erneut überprüft, teilte das Verbraucherschutzministerium am Mittwoch mit. Das Amt habe über die Vorfälle in einem Betrieb der Spreefa GmbH erst durch den Bericht von der ARD-Sendung «Report Mainz» erfahren. Wenn nötig würden künftig mehr Kontrollen für den Betrieb festgelegt.

Verdeckte Aufnahmen einer Tierschutzorganisation in dem Unternehmen zeigten, dass kranke Schweine über einen langen Zeitraum nicht behandelt wurden. Auch die brutale Tötung von sechs Schweinen wurde dokumentiert. Die Tiere würden dabei mit einem Bolzenschuss betäubt, dessen Wirkung aber nicht überprüft würde, so die Tierschützer.
Die Aufnahmen sollen nach Angaben des Ministeriums bereits im Mai 2019 entstanden sein. Der Stammbetrieb der Mastanlage habe das Veterinäramt über die von ihm gezogenen Konsequenzen informiert. Die letzte routinemäßige Kontrolle durch zwei amtliche Tierärztinnen habe am Montag stattgefunden. Dabei seien keine Verstöße gegen veterinärrechtliche Vorschriften festgestellt worden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 23. Oktober 2019 17:20 Uhr

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