Bombensprengung in Ruhland: Schadensmeldungen häufen sich

Bombensprengung in Ruhland: Schadensmeldungen häufen sich

Nach der Sprengung einer Weltkriegsbombe in Ruhland (Oberspreewald-Lausitz) häufen sich bei der Stadtverwaltung die Schadensmeldungen von Hauseigentümern. Die meisten und größeren Schäden nach der Sprengung auf dem Bahnhofsvorplatz seien an Objekten der Deutschen Bahn zu verzeichnen, sagte Ordnungsamtsleiter Christian Konzack am Dienstag. Aber auch im weiteren Umfeld seien an Privatgebäuden Schäden entstanden, überwiegend Glasbruch. «Wir hatten aber stärkere Schäden befürchtet», resümierte er. Die Eigentümer eines der Gebäude im Bahnhofsumfeld haben ihm zufolge keine Gebäudeversicherung. Im schlimmsten Fall bleiben sie auf den Kosten sitzen. Zunächst hatte die «Lausitzer Rundschau» berichtet.

Schäden nach Bombensprengung

© dpa

Scherben liegen vor einem zerstörten Schaufenster.

Die Fliegerbombe war am vergangenen Donnerstag kontrolliert gesprengt worden. 2300 Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Im eingerichteten Sperrgebiet befanden sich neben Ein- und Mehrfamilienhäusern auch zwei Kindergärten, eine Schule und ein Pflegeheim.
Vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hieß es, Schäden aus Kriegsereignissen seien laut seiner Musterbedingungen bei Wohngebäudeversicherungen ausgeschlossen. Die Detonation einer Weltkriegsbombe gehöre nach Expertenansicht dazu. Jedoch seien die Versicherungsunternehmen nicht an diese Bedingungen gebunden. «In der Vergangenheit haben die Versicherer solche Schäden immer übernommen», sagte ein Sprecher des Verbandes.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 22. Oktober 2019 16:11 Uhr

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