Voraussichtlich weniger Organspenden in Brandenburg

Voraussichtlich weniger Organspenden in Brandenburg

Die Zahl der Organspender in Brandenburg wird in diesem Jahr voraussichtlich geringer als im Vorjahr ausfallen. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) wurden von Januar bis September vergangenen Jahres 30 Brandenburgern nach ihrem Tod Organe zur Spende entnommen. In diesem Jahr habe es von Januar bis September nur 15 Spender gegeben. Die meisten waren laut DSO zwischen 16 und 55 Jahren alt.

Organspende

© dpa

Eine Organtransportbox.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Potsdam sagte, angesichts der niedrigen Organspendezahlen in Deutschland müssten der Ablaufe im gesamten Spendeprozess verbessert werden.
«Bis vor zwei Jahren hatten viele meiner Patienten kein Problem damit, sich als Organspender einzutragen», sagte Karin Harre, Ärztin aus Walsleben (Ostprignitz-Ruppin) und Vorsitzende des Hausärzteverbands Brandenburg, der Deutschen Presse-Agentur. «Doch jetzt entscheiden sich die meisten Patienten dagegen.» Ursache sei hauptsächlich das Misstrauen gegenüber der Organentnahme.
Rund 360 Brandenburger warten nach Informationen von Eurotransplant auf eine Organspende - am häufigsten benötigen sie Nieren. Die Wartezeit könne dabei je nach Dringlichkeit mehrere Monate bis Jahre betragen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 22. Oktober 2019 13:49 Uhr

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