Liedtke fordert Respekt im Umgang ein

Liedtke fordert Respekt im Umgang ein

Die neue Brandenburger Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke hat für gegenseitigen Respekt im Parlament geworben. «Können wir streiten, ohne einander zu verletzen, ohne dass es Sieger und Besiegte gibt? Wir sollten uns darin üben», sagte Liedtke am Mittwoch in ihrer Antrittsrede während der konstituierenden Sitzung des Landtags in Potsdam. Ohne die AfD zu erwähnen, wandte sie sich indirekt an die Fraktion: «Konstruktive Aushandlungsprozesse, die vom Respekt und von der Wertschätzung ausgehen, bilden den radikalen Gegenpol zum Populismus, der nur die eine Ansicht gelten lässt.»

Landtag von Brandenburg

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Eine Mitarbeiterin geht vor der konstituierenden Sitzung des Brandenburger Landtages durch den Plenarsaal. Foto: Soeren Stache

Die neue Parlamentspräsidentin warb dafür, den Bürgern zuzuhören. «Wir wollen offen sein für die Bürgerinnen und Bürger und auch für die Menschen, denen wir eine Chance geben müssen, die nicht so oft gehört werden», sagte Liedtke. Wertschätzung und Respekt seien dafür die Grundlage. Sie kündigte an, nicht nur in Potsdam, sondern auch in Kreisen, Städten und Dörfern unterwegs zu sein. Liedtke strebt auch einen intensiven Austausch mit den Kommunen an. Der Landtag wählte die SPD-Abgeordnete zuvor mit 77 Ja-Stimmen der 88 Abgeordneten. Mit Nein stimmten sechs Parlamentarier, fünf enthielten sich. Damit erhielt sie eine Zustimmung von 87,5 Prozent.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 25. September 2019 11:40 Uhr

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