Vorerst letzte Schicht im Braunkohle-Tagebau Jänschwalde

Vorerst letzte Schicht im Braunkohle-Tagebau Jänschwalde

Für die Kohlekumpel im Tagebau Jänschwalde beginnt an diesem Samstag die vorerst letzte Schicht. Nach Gerichtsentscheidungen wird der Braunkohleabbau von Sonntag an vorläufig gestoppt. Ausgangspunkt war eine Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gemeinsam mit der Grünen Liga.

Braunkohletagebau Jänschwalde

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Blick auf die Förderbrücke F60 im Braunkohletagebau Jänschwalde der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG). Foto: Patrick Pleul/Archiv

Im Tagebau Jänschwalde arbeiten nach Angaben des Betriebsrats etwa 700 Menschen. Der Bergbaubetreiber Leag rechnet mit zehn bis zwölf Wochen Stillstand. Die Kohleförderung wird dann von Sonntag an unterbrochen.
Grund für den Stopp ist ein Beschluss des Verwaltungsgerichts Cottbus vom Freitag. Die Richter entschieden, dass dem Betreiber keine längere Frist für eine Umweltverträglichkeitsprüfung für europäische FFH-Schutzgebiete (Fauna-Flora-Habitat) als Voraussetzung für den Weiterbetrieb gewährt wird. Das Energieunternehmen hatte eine Fristverlängerung für diese Prüfung bis Ende November beantragt. Die DUH und Grüne Liga befürchten, dass Filterbrunnen im Bereich des Tagebaus besonders geschützte Gebiete wie etwa Moore gefährden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 31. August 2019 09:20 Uhr

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