BUND Sachsen-Anhalt klagt weiter gegen A14-Elbquerung

BUND Sachsen-Anhalt klagt weiter gegen A14-Elbquerung

Der BUND Sachsen-Anhalt hält zumindest vorerst an seiner Klage gegen ein Trassenstück der A14 über die Elbe fest, auch wenn die Umweltschutzorganisation in Brandenburg den Widerstand aufgegeben hat. Die separate Klage laufe, sagte der Landeschef des BUND Sachsen-Anhalt, Ralf Meyer, am Montag. Parallel gebe es vertrauliche Gespräche.

Der Verlauf der Trasse der A14-Verlängerung nimmt Gestalt an

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A14-Elbquerung. Foto: Peter Förster/Archivbild

Die Bereitschaft dazu gehöre zu einem Vergleich vor dem Bundesverwaltungsgericht aus dem Jahr 2016, als die Naturschutzorganisation auf weitere juristische Schritte gegen den Bau eines rund 15 Kilometer langen A14-Abschnitts zwischen Dolle und Lüderitz verzichtete. Die Planer sicherten im Gegenzug zusätzliche Maßnahmen für den Lärm- und Naturschutz zu.
Der BUND Brandenburg hat sich kürzlich mit der Landesregierung auf einen Vergleich geeinigt. Der Kompromiss, der das Land mehr als sieben Millionen Euro für zusätzliche Lärmschutz- und Naturschutzmaßnahmen kosten soll, soll am Dienstag vom Kabinett abgesegnet werden. Konkret geht es um eine Autobahnbrücke über die Elbe bei Wittenberge an der Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg.
Der schon lange bestehende Teil der A14 geht vom Dreieck Nossen im sächsischen Kreis Meißen über Leipzig und Halle bis nach Magdeburg. Von dort soll sie bis nach Schwerin verlängert werden. Der Abschnitt zwischen dem brandenburgischen Karstädt (Prignitz) und Schwerin ist schon befahrbar. In Sachsen-Anhalt ist bis auf wenige Kilometer bei Magdeburg hingegen noch gar nichts fertig. Die sogenannte Nordverlängerung ist umstritten und ihr Bau wird immer wieder von Naturschützern beklagt. Deswegen sind die Arbeiten massiv im Verzug.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 29. Juli 2019 18:20 Uhr

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