SPD Brandenburg fordert mehr Respekt in der Partei

SPD Brandenburg fordert mehr Respekt in der Partei

Die Brandenburger SPD verlangt von der Bundespartei nach dem angekündigten Rücktritt von Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles mehr Respekt untereinander. «Der Gegenwind aus dem Bund für unsere Landtagswahl muss aufhören», erklärte SPD-Generalsekretär Erik Stohn am Sonntag in einer Mitteilung. «Ich erwarte von allen Verantwortlichen in Berlin, dass sie mit mehr Respekt füreinander und Verantwortung für alle agieren und die Gremien in der nächsten Woche dazu das Notwendige einläuten.» Nahles habe viel für die Erneuerung der Partei getan, dennoch überlagere die Personaldebatte die inhaltliche Arbeit. «Wir müssen Vertrauen zurückgewinnen, indem wir die Fragen unserer Zeit thematisieren und unsere Politik im Bund klar, verständlich und verbindlich formulieren», betonte Stohn.

Erik Stohn (SPD)

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Erik Stohn, Generalsekretär der Brandenburger SPD, spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Bernd Settnik/Archivbild

Nach dem historischen Debakel der SPD bei der Europawahl hatte Nahles am Sonntag ihren Rücktritt als Partei- und Bundestagsfraktionschefin angekündigt. Der notwendige Rückhalt ist nach ihrer Ansicht nicht mehr vorhanden. Am 1. September wird in Brandenburg ein neuer Landtag gewählt. In der jüngsten Umfrage lag die SPD mit 19 Prozent hinter CDU und AfD, die demnach jeweils 20 Prozent erreichten. Bei der Europawahl und den Kommunalwahlen mussten die Sozialdemokraten in Brandenburg deutliche Verluste hinnehmen, mehr als bei CDU und Linken, während die AfD hinzugewann.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 2. Juni 2019 13:20 Uhr

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