Erinnerung an Bücherverbrennung: Brecht und Graf vorgelesen

Erinnerung an Bücherverbrennung: Brecht und Graf vorgelesen

Cottbus (dpa/bb)- Vor gut 86 Jahren verbrannten die Nationalsozialisten in Berlin und weiteren deutschen Städten die Bücher jüdischer und anderer oppositioneller Autoren. Mit einer Leseaktion haben am Freitag in Cottbus Kinder und Jugendliche an die Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933 erinnert. Auch Kulturministerin Marina Münch nahm an der Veranstaltung teil und las aus Werken von Bertolt Brecht und Oskar Maria Graf.

Auch nach 86 Jahren forderten die Ereignisse des Jahres 1933 zur Erinnerung und zur Auseinandersetzung auf, teilte Münch mit. Gerade junge Menschen sollten für Mechanismen eines Unrechtssystems sensibilisiert werden - und damit auch für die Notwendigkeit, sich aktiv für Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Toleranz einzusetzen.
Am 10. Mai 1933 hatten die Nazis Bücher unliebsamer Autoren verbrannt. Darunter waren Autoren wie Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Franz Kafka, Bertolt Brecht und Heinrich Heine. Ausgangspunkt der Bücherverbrennung war der damalige Opernplatz in Berlin. Auf dem heutigen Bebelplatz erinnert ein unterirdisches Mahnmal, das durch eine Scheibe im Boden betrachtet werden kann, an die Bücherverbrennung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 24. Mai 2019 14:01 Uhr

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