ArcelorMittal denkt über Kurzarbeit in Eisenhüttenstadt nach

ArcelorMittal denkt über Kurzarbeit in Eisenhüttenstadt nach

Cottbus (dpa/bb)- Das Stahlunternehmen ArcelorMittal denkt über Kurzarbeit am Standort Eisenhüttenstadt nach. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der ArcelorMittal Germany Holding, Frank Schulz, sagte der «Märkischen Oderzeitung» (Donnerstag), darüber sei man mit der Geschäftsführung in Eisenhüttenstadt und mit dem Betriebsrat im Gespräch. Ein Zeitraum wurde nicht genannt.

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Das Logo von ArcelorMittal. Foto: Patrick Pleul/Archivbild

Als Grund nannte Schulz die Abschwächung der Konjunktur. Die Nachfrage bei den Kunden sei rückläufig. Vor allem im Autobau sei das der Fall, wo die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent zurückgegangen sei, sagte Schulz im Interview mit der Zeitung. Auch andere Industriezweige hätten ihren Stahlbedarf reduziert. ArcelorMittal habe sich deshalb entschieden, die Produktion zu drosseln.
«Wir hoffen aber, dass wir Kurzarbeit verhindern können, wenn die Konjunktur anzieht», sagte Schulz weiter. Man erwarte außerdem, dass die Europäische Kommission die Schutzmaßnahmen für die europäische Stahlindustrie so anpasse, dass sie ihre volle Wirkung entfalten könnten. Der Hauptgrund für die Stilllegungen von Werken des Stahlunternehmens etwa in Polen oder Spanien sei, dass die Stahlimporte nach Europa so stark gestiegen seien.
Der Aufsichtsrat des Unternehmens hatte Anfang April entschieden, dass das Stahlwerk in Ostbrandenburg neben dem Flachstahlwerk in Bremen als eigenständiger Standort des Konzerns erhalten bleibt. In dem Werk arbeiten 2700 Beschäftigte in fünf Schichten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 23. Mai 2019 17:40 Uhr

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