Deutsch-Polnische Grenzregion: Mehr Beamte für Bundespolizei

Deutsch-Polnische Grenzregion: Mehr Beamte für Bundespolizei

Im Kampf gegen illegale Einreisen und Aufenthalte gibt es Pläne, die Bundespolizei an der deutsch-polnischen Grenze in Ostbrandenburg aufzustocken. Demnach soll eine gemeinsame Einsatzhundertschaft aus Beamten der Landes- und der Bundespolizei in oder bei Frankfurt (Oder) eingerichtet werden. Das geht aus einer Stellenforderung des Bundesinnenministeriums (BMI) für den Haushalt 2020 hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das BMI wollte sich am Donnerstag dazu nicht äußern. Zunächst hatte die «Märkische Oderzeitung» (Donnerstag) berichtet.

Grenze zu Polen

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Ein polnischer Polizist steht an der deutsch-polnischen Grenze vor einem deutschen Polizisten. Foto: Stefan Sauer/Archivbild

Nach dem Antrag soll eine Außenstelle mit insgesamt 130 Beamten der Landes- und der Bundespolizei in der Grenzregion eingerichtet werden. 70 zusätzliche Polizisten sollen dafür die Beamten der Landespolizei, die bereits vor Ort sind, unterstützen. Die polizeiliche Lage an der Grenze zu Polen sei zunehmend geprägt durch Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz sowie durch grenzüberschreitende Kriminalität, heißt es in dem Antrag.
Dem Brandenburger Innenministerium sind die Pläne des Bundes bekannt, wie die Behörde auf Nachfrage mitteilte. «Jede Stärkung an der Grenze ist sinnvoll», sagte Ministeriumssprecher Ingo Decker. Zu weiteren Details, wo die zusätzlichen Beamten untergebracht werden sollen, wollte sich das Ministerium nicht äußern.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 16. Mai 2019 17:50 Uhr

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