Illegaler Asbestmüll: Polizei ermittelt auf Baustellen

Illegaler Asbestmüll: Polizei ermittelt auf Baustellen

Auf der Suche nach Unbekannten, die mehrere Tonnen umweltschädliche Wellasbestplatten im Wald entsorgt haben, hat die Polizei auf mehreren Baustellen in Tatortnähe ermittelt. Es gebe jedoch nach wie vor keine Tatverdächtigen, wie ein Sprecher am Donnerstag zu den zweitägigen Ermittlungen mitteilte. Die Baustellen hatten die Polizeibeamten aufgesucht, weil dort auch Dächer saniert würden. Vor allem zu DDR-Zeiten waren Dächer, beispielsweise von Ställen, Garagen und Gartenlauben, mit Wellasbest eingedeckt worden.

Warnschilder zu Asbest

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Warnschilder vor Asbestfasern sind während einer Demonstration zu sehen. Foto: Daniel Bockwoldt/Archivbild

In verschiedenen Wäldern in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Havelland waren seit Donnerstag vergangener Woche mehr als 35 Säcke mit Wellasbest gefunden worden. Die einzelnen Säcke haben nach Angaben der Polizei ein Gewicht von 1 bis 1,5 Tonnen. Für die Entsorgung müssen die Besitzer der Wälder aufkommen. Die Höhe des Schaden sei nicht bekannt.
Asbestprodukte gelten nach Angaben des Umweltbundesamtes als besonders gesundheitsgefährdend und sind in Deutschland seit 1995 verboten. Dennoch gebe es noch heute viele Gebäude mit asbesthaltigen Bauelementen. Vor allem das Einatmen von Asbestfasern gilt als gefährlich. Für die Entsorgung von Asbest gelten strenge Vorschriften.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 9. Mai 2019 18:00 Uhr

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