Klimawandel: Naturschützer dringen auf Waldumbau

Klimawandel: Naturschützer dringen auf Waldumbau

Naturschützer haben eine größere Baumvielfalt angemahnt, um die Wälder in Brandenburg besser vor den Folgen des Klimawandels zu schützen. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) am Mittwoch in Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) wurde ein Projekt vor Ort zur Wiederaufforstung des Waldes gezeigt.

Nach Waldbrand in Treuenbrietzen

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Mehrere hundert Hektar Wald sind im Sommer 2018 bei Treuenbrietzen durch Waldbrände zerstört worden. Foto: Patrick Pleul/Archivbild

Im Stadtwald von Treuenbrietzen und auf angrenzenden Flächen hatte es im vergangenen Sommer einen verheerenden Waldbrand gegeben. Der dortige Wald besteht überwiegend aus Nadelhölzern. Einen Teil des Waldes baut die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) seit März wieder auf. Auf 28 Hektar erproben Forscher dort nachhaltige Waldbewirtschaftung.
Der BUND sieht ein Problem in dem hohen Anteil an Nadelhölzern in Brandenburger Wäldern. Diese seien besonders anfällig für Stürme und Waldbrände in Trockenperioden. Von Natur aus bestünden nur drei Prozent der deutschen Wälder aus Nadelbäumen, wie der BUND mitteilte. In Brandenburg bestehen die Wälder laut Waldzustandsbericht aber zu 72 Prozent aus Kiefern.
Der BUND forderte, die Politik müsse Waldbesitzern und Kommunen finanziell dabei helfen, ihre Nadelholz-Plantagen zu naturnahen Laubmischwäldern umzubauen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 8. Mai 2019 15:50 Uhr

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