EU-Kommission will Wirtschaft in der Lausitz unterstützen

EU-Kommission will Wirtschaft in der Lausitz unterstützen

Die EU-Kommission will die regionale Wirtschaft in der Lausitz beim Kohleausstieg mit mehr Freiraum bei Ausschreibungen von Projekten unterstützen. Das sagte der Vize-Generaldirektor in der Energieabteilung der EU-Kommission, Klaus-Dieter Borchert, am Dienstag in Cottbus vor Vertretern der regionalen Wirtschaft in der Industrie- und Handelskammer. Die Ausschreibungen sollten auch unbürokratischer werden. Allerdings müssten zuerst überzeugende Konzepte für die Zeit nach dem Kohleausstieg entwickelt werden, sagte Borchert. Es gehe nicht immer nur um Fördermittel. Die Projekte hörten an der deutschen Grenze nicht auf, die Lausitz habe auch einen polnischen Teil, fügte er hinzu.

Die regionale Wirtschaft erhofft sich vom Besuch aus Brüssel eine stärkere Vernetzung mit der EU. Daraus könnten neue Partnerschaften und Aufträge für Südbrandenburger Unternehmen entstehen, sagte Silke Schwabe, Fachbereichsleiterin «International» der IHK Cottbus.
Nach Ansicht des Lausitzbeauftragten der Landesregierung, Klaus Freytag, habe sich in den zurückliegenden Jahren eine gesunde mittelständische Industrie in der Region etabliert. Als positive Beispiele nannte er die Papierindustrie, den Logistikbereich und die chemische Industrie. «Die Industrie hat aber an vielen Stellen noch nicht die Kraft, ein Triebmotor bei Forschung und Innovation zu werden».
In der Lausitz liegt das zweitgrößte Braunkohlerevier Deutschlands, das größte ist das Rheinische Revier in Nordrhein Westfalen. Deutschland will bis Ende 2038 in Etappen aus der klimaschädlichen Kohleverstromung aussteigen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 16. April 2019 17:10 Uhr

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