Evangelische Kirche Berlin Brandenburg: Stäblein als Bischof

Evangelische Kirche Berlin Brandenburg: Stäblein als Bischof

Drei Kandidaten, offener Ausgang. Erst im zweiten Wahlgang kann sich die Evangelische Kirche in Berlin auf einen neuen Bischof einigen.

Christian Stäblein

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Christian Stäblein, der zukünftige Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz. Foto: Jörg Carstensen

Berlin (dpa) - Christian Stäblein wird neuer Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Er tritt die Nachfolge von Bischof Markus Dröge an, der in den Ruhestand geht. Die Mitglieder des Kirchenparlaments wählten den Berliner Propst während der Frühjahrssynode am Freitag in Berlin mit 76 von 113 Stimmen im zweiten Wahlgang, wie die EKBO mitteilte.
Neben Stäblein hatten sich auch der Direktor des Michaelisklosters Hildesheim, Jochen Arnold, und die evangelische Beauftragte beim Hessischen Rundfunk, Heidrun Dörken, zur Wahl gestellt.
Der seit November 2009 amtierende Dröge (64) geht im kommenden Jahr in den Ruhestand. Der Amtswechsel mit Dröges Verabschiedung soll am 16. November erfolgen.
Stäblein wurde 1967 in Bad Pyrmont geboren und wuchs in Hannover auf. Nach dem Theologiestudium in Göttingen, Berlin und Jerusalem arbeitet er an der Universität Göttingen, wo er auch promovierte. Nach der Ordination war er Gemeindepfarrer, zunächst in Lengede, später in Nienburg/Weser und 2008 dann Studiendirektor im Kloster Loccum. Seit 2015 ist er als Propst der Landeskirche in Berlin für theologische Grundsatzfragen zuständig. Der 51-Jährige ist verheiratet und hat vier Kinder.
Während der zweitägigen Tagung des Kirchenparlaments steht bis Samstag auch der Reformprozess in der Landeskirche auf der Tagesordnung. Der Landeskirche gehören rund 940 000 Mitglieder in knapp 1250 Gemeinden an.
Laut Wahlgesetz der Landeskirche werden Bischof oder Bischöfin geheim mit Zwei-Drittel-Mehrheit der anwesenden Kirchenparlamentarier gewählt. Die Amtszeit beträgt zehn Jahre. Der Synode gehören 114 Kirchenmitglieder an.
Erzbischof Heiner Koch gratulierte zur Wahl. «Große Herausforderungen warten auf uns. Gemeinsam werden wir sie meistern», schrieb der katholische Amtskollege nach Angaben des Erzbischöflichen Ordinariats. Auch der Regierende Bürgermeister Michael Müller freute sich auf die Zusammenarbeit. Berlin brauche in seiner «religiösen und weltanschaulichen Vielfalt» das Engagement eines durch Martin Luthers «Freiheit eines Christenmenschen» geprägten Christen, hieß es in einer Mitteilung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 5. April 2019 18:10 Uhr

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